Aprilscherze in der WG
Aprilscherze für die WG: harmlose Streiche für Mitbewohner in Küche, Bad und Flur, mit Regeln für Gemeinschaftsräume, Lebensmittel und fremdes Eigentum.

Kurz gesagt
Gute Aprilscherze in der WG spielen in Küche, Bad und Flur, also dort, wo alle sich ohnehin begegnen. Wackelaugen im Kühlschrank, Quietscheenten im Waschbecken oder Luftpolsterfolie unter der Fußmatte überraschen, ohne dass jemand ein privates Zimmer betritt. Fremde Lebensmittel und Sachen bleiben unverändert, und aufgeräumt wird noch am selben Tag.
AprilscherzeAprilscherz Ein Aprilscherz ist ein harmloser Streich oder eine glaubhaft klingende, aber erfundene Geschichte, mit der man andere am 1. April hereinlegt. Aufgelöst wird er meist mit dem Ruf "April, April!". Im deutschen Sprachraum ist der Brauch seit dem 17. Jahrhundert belegt. Im Glossar in der WG funktionieren am besten in den Räumen, die alle teilen: Küche, Bad und Flur. Dort öffnet morgens jemand den Kühlschrank und wird von Wackelaugen angestarrt, tritt auf eine knallende Fußmatte oder findet die Badewanne voller Quietscheenten. Private Zimmer bleiben tabu, solange niemand ausdrücklich zustimmt, und an Lebensmitteln und Sachen anderer veränderst du nur, was du sofort ersetzen kannst.
Gedacht sind die Ideen für erwachsene Mitbewohnerinnen und Mitbewohner, egal ob in einer Zweck-WG, unter Freunden oder im Studentenwohnheim. StreicheStreich Ein Streich ist eine Handlung aus Übermut, mit der man jemanden neckt oder hereinlegt, etwa Salz in der Zuckerdose oder ein Zettel unter der Computermaus. Ursprünglich bedeutete das Wort Hieb oder Schlag. Ein guter Streich ist harmlos und schnell aufgelöst, am Ende lacht auch der Hereingelegte. Am 1. Im Glossar für Familien mit Kindern sammeln die Aprilscherze für zu Hause.
Was eine WG für Streiche besonders macht
In einer WG leben Menschen zusammen, die nicht unbedingt eng befreundet sind. Manche kennen sich seit Jahren, andere teilen nur Kühlschrank und Putzplan. Ein Streich, der in einer Familie selbstverständlich wäre, kann hier zu weit gehen, weil Grenzen anders verlaufen. Jede Person hat ihr eigenes Zimmer, ihr eigenes Regalfach und oft ihre eigenen Lebensmittel, und genau dort beginnt die Privatsphäre.
Dafür bietet die WG etwas, das eine Familie selten hat: mehrere Erwachsene, die gemeinsam etwas aushecken können. Zwei Mitbewohner bereiten nachts die Küche vor, während der dritte schläft. Oder die ganze WG hat am 1. AprilApril April ist der vierte Monat des Jahres und hat 30 Tage. Der Name geht auf das lateinische Aprilis zurück, dessen Herkunft nicht sicher geklärt ist. Gedeutet wird er als "der zweite, folgende" Monat des altrömischen Jahres, das im März begann, oder nach lateinisch aperire, "öffnen". Am 1. April sind Aprilscherze Brauch. Im Glossar einen gemeinsamen Plan für den Besuch am Abend. Wenn ihr euch untereinander einigt, wer mitmacht und wer hereinfallen soll, sind auch größere Streiche möglich.
Streiche in der Küche
Die Küche ist der Treffpunkt jeder WG und damit der beste Ort für den ersten Streich des Tages. Die Wackelaugen im Kühlschrank sind schnell gemacht: Joghurtbecher, Eier und Milch bekommen Augen und schauen beim Öffnen der Tür zurück. Kleb die Augen nur auf Verpackungen, die dir oder der ganzen WG gehören, oder frag kurz, ob du das Fach der anderen mitgestalten darfst.
Bei Salz statt Zucker füllst du nur eine Prise Salz in einen kleinen zusätzlichen Streuer, den du neben die Kaffeemaschine stellst. Die große Zuckerdose bleibt unberührt, damit niemand den ganzen Vorrat wegwerfen muss. Auch beim Müsli-Tausch gilt: Nur Packungen, die dir gehören oder die alle gemeinsam kaufen. Wer Nüsse oder Gluten nicht verträgt, bekommt keinen getauschten Inhalt vorgesetzt, denn in einer anderen Packung kann genau das stecken, was diese Person meidet.
Weitere Küchenideen sind die Keksdose, in der statt Keksen Möhren und Gurkenscheiben klappern, und der Brokkoli, der als kleine Zimmerpflanze im Topf auf der Fensterbank steht. Der Brokkoli wandert danach in den Topf zum Kochen, die Kekse kommen nach der Auflösung auf den Tisch.
Auch die Kaffeemaschine oder der Wasserkocher kann mitspielen, solange nichts hineinkommt, was nicht hineingehört. Ein Paar Wackelaugen auf dem Gehäuse, eine Schleife um den Griff oder ein Zettel mit "Heute nur Tee" reichen für ein erstes Stutzen am Morgen. Was mit heißem Wasser oder Strom zu tun hat, verändert ihr innen nie.
Für Lebensmittel gilt in der Küche eine einfache Grenze: Verdirb nichts, was die Person nicht sofort ersetzt bekommt, und misch nichts hinein, was sie nicht verträgt. Ein Schluck Kaffee mit einer Prise Salz ist kein Problem, wenn danach gleich eine frische Tasse auf dem Tisch steht. Viel Salz in der ganzen Kanne, scharfe Soße im Joghurt oder ein Getränk mit unbekannten Zutaten gehören dagegen nicht zu einem harmlosen Streich.
Streiche im Bad
Im Bad ist Platz für Streiche, die nur gucken lassen. Die Quietscheenten-Invasion füllt Waschbecken, Badewanne oder Fensterbank mit gelben Enten, und wer morgens noch verschlafen ins Bad kommt, steht vor einer kleinen Armee. Danach kommen die Enten in eine Kiste für den nächsten 1. April.
Beim Tausch von Shampoo und Spülung ist mehr Vorsicht nötig. In einer WG stehen oft persönliche Pflegeprodukte im Regal, die jemand bewusst gewählt hat, etwa wegen empfindlicher Haut. Tausch deshalb nur gemeinsam gekaufte, einfache Produkte oder deine eigenen Flaschen, die ohnehin alle benutzen dürfen. Spezielle Pflege, Medikamente und alles, was jemand für die Haut verschrieben bekommen hat, fasst du nicht an.
Streiche im Flur
Der Flur verbindet alle Zimmer und eignet sich für Streiche, die jemanden auf dem Weg aufhalten. Beim Becher-Labyrinth stellst du Dutzende leere Becher dicht an dicht vor eine Zimmertür, sodass der Weg ins Bad oder in die Küche zum Hindernislauf wird. Die Becher stehen mit etwas Abstand vor der Tür und nicht dagegen gestapelt, damit sie sich jederzeit öffnen lässt. Stell die Becher nur auf, wenn die Person wach ist oder gerade nicht zu Hause, damit sie das Labyrinth bei Licht sieht. Nachts im Dunkeln wird daraus eine Stolperfalle.

Ein zweiter Klassiker für den Flur ist der falsche Hinweiszettel. Ein ordentlich gedruckter Zettel am Lichtschalter erklärt, das Licht gehe ab heute nur noch per Klatschen an, oder die Haustür müsse wegen eines neuen Schlosses zweimal mit dem Knie angestoßen werden. Halte die Behauptung harmlos und erkennbar unsinnig. Zettel, die nach Hausverwaltung, Vermieter oder Behörde aussehen, lässt du weg. Sie wirken im Mietshaus schnell echt, und dann rufen andere vielleicht wirklich irgendwo an.
Streiche an der Wohnungstür
Die Fußmatte vor der Wohnungstür oder im Flur ist ein dankbarer Ort. Bei der Luftpolsterfolie unter der Fußmatte löst jeder Schritt ein kleines Knallkonzert aus. Die Matte muss auf ebenem Boden liegen und darf nicht auf einer Stufe oder Treppe rutschen. Im Treppenhaus eines Mietshauses legst du die Folie nur unter die eigene Matte, nicht vor die Tür der Nachbarn.

Für größere Pläne gibt es die Papierwand im Türrahmen, durch die jemand hindurchmuss, oder ein Zimmer voller Luftballons. Beides braucht Zeit und gehört in einen Gemeinschaftsraum, etwa die Küchentür oder das Wohnzimmer. Ein privates Zimmer betrittst du dafür nur, wenn die Person, die dort wohnt, vorher zugestimmt hat. Hängt die Papierwand an einer Tür, die im Notfall ein Fluchtweg ist, nimm sie vor der Nacht wieder ab.
Streiche, die die ganze WG plant
Wenn mehrere Mitbewohner zusammenarbeiten, lohnt sich ein gemeinsamer Plan für eine Person, die an diesem Tag lange unterwegs ist. Während sie in der Uni, bei der Arbeit oder beim Sport ist, beklebt ihr die Küchentür mit einer Haftnotiz-Flut in allen Farben oder füllt das Wohnzimmer mit Luftballons. Wer zurückkommt, steht vor einem Ergebnis, das allein kaum zu schaffen gewesen wäre. Die Zettel kommen auf glatte Türen und Schränke, nie auf frisch gestrichene Wände oder Tapete, weil sich dort Farbe mit ablösen kann.
Ganz ohne Material kommt die absurde Ankündigung beim WG-Frühstück aus. Jemand verkündet mit ernster Miene, dass der Putzplan ab sofort nach Sternzeichen verteilt wird oder dass die Hausordnung jetzt eine Ruhezeit für den Kühlschrank vorsieht. Wenn die anderen eingeweiht sind und nicken, hält die Behauptung meistens ein paar Minuten länger. Löst auf, sobald die Person beginnt, sich ernsthaft über die neue Regel aufzuregen.
Der versteckte Wecker eignet sich für das Wohnzimmer oder die Küche, solange alle wach sind. Er piept leise hinter dem Sofa oder im Brotkorb, und die Suche beginnt. Stell ihn tagsüber, nie nachts, und nicht in ein privates Zimmer.
Den richtigen Zeitpunkt finden
In einer WG hat jede Person einen anderen Tagesablauf. Die eine steht um sechs Uhr für die Frühschicht auf, der andere kommt erst mittags aus dem Zimmer. Ein Streich in der Küche trifft dann die Person, die zuerst aufsteht, und das ist nicht unbedingt die, für die er gedacht war. Wenn der Streich einer bestimmten Person gilt, warte, bis sie wirklich in der Nähe ist, oder bau ihn erst auf, wenn die anderen schon aus dem Haus sind.
Fällt der 1. April auf einen Werktag, wählst du Streiche, die auch unter Zeitdruck niemanden aufhalten. Auf dem Weg zur Arbeit braucht niemand ein Becher-Labyrinth vor dem Bad. An einem Wochenende oder einem freien Tag bleibt mehr Raum für größere Ideen, bei denen alle zusammen lachen und danach gemeinsam aufräumen.
Regeln für Gemeinschaftsräume und Eigentum
Für alle Streiche auf dieser Seite gelten die Grundsätze dieser Website. In einer WG kommen ein paar eigene Regeln dazu:
- Private Zimmer bleiben zu, solange die Person nicht ausdrücklich Ja gesagt hat. Das gilt auch, wenn die Tür offen steht.
- Fremde Lebensmittel veränderst du nur, wenn du sie sofort ersetzen kannst. Was jemand für sich gekauft hat, bleibt so, wie es ist.
- Bei allem Essbaren fragst du vorher nach Allergien und Unverträglichkeiten, auch wenn ihr euch gut kennt.
- Nichts, was Flecken auf Teppich, Sofa oder Wand macht. In einer Mietwohnung kann so ein Fleck später die Kaution kosten.
- Keine falschen Mitteilungen über Miete, Nebenkosten, Hausverwaltung, Wasser oder Strom. Solche Zettel verunsichern auch Nachbarn.
- Keine Fotos oder Videos von Mitbewohnern ohne deren Einverständnis, und nichts davon in Gruppen oder im Netz.
- Fluchtwege, Treppen und dunkle Flure bleiben frei.
Wer in der WG mitspielt
Bevor ihr loslegt, lohnt sich die Frage, wie gut die Leute in der Wohnung einander kennen. In einer Freundes-WG kann ein größerer Streich mit Ballons oder Papierwand der Höhepunkt des Tages sein. In einer Zweck-WG mit wechselnden Bewohnern oder in einem Wohnheim mit vielen Fremden passen eher kleine Streiche, die nur gucken lassen, etwa die Enten im Bad oder die Wackelaugen am eigenen Joghurt.
Denk auch an Menschen, die nicht zur WG gehören. Partnerinnen und Partner, die oft zu Besuch sind, Gäste über Nacht und Nachbarn im Treppenhaus haben sich auf keinen Streich eingelassen. Ein Becher-Labyrinth vor dem Bad trifft im Zweifel den Besuch, der den Flur nicht kennt. Sprich größere Pläne deshalb mit allen ab, die an dem Tag in der Wohnung sind.
Wenn jemand in der WG gerade Prüfungen schreibt, krank im Bett liegt oder Nachtschicht hat, verschiebst du den Streich oder wählst einen anderen.
Auflösen und aufräumen
Löse jeden Streich auf, sobald die Person ihn entdeckt hat, spätestens aber am Abend des 1. April. Bei Streichen in der Küche heißt das: Die echten Lebensmittel stehen schon bereit, und der Ersatzzucker kommt weg, bevor jemand zum zweiten Mal Kaffee kocht.
April, April! Der Kühlschrank hat dich nur angeschaut, und die Spülmaschine räume heute ich aus.
Aufräumen gehört in einer WG zur Auflösung dazu. Wer den Streich gebaut hat, baut ihn auch wieder ab, sammelt Becher und Ballons ein und wischt das Salz vom Tisch. Als kleine Wiedergutmachung bietet sich an, was in einer WG am meisten zählt: eine Woche Mülldienst, ein gemeinsames Frühstück oder ein Kuchen für alle, die hereingefallen sind.
Häufige Fragen
Darf ich für einen Streich das Zimmer meines Mitbewohners betreten?
Nur, wenn er vorher zugestimmt hat. Ohne Zustimmung bleiben private Zimmer zu, auch wenn die Tür offen steht. Gemeinschaftsräume wie Küche, Bad und Flur bieten genug Platz für Streiche.
Welcher WG-Streich geht ohne Vorbereitung?
Wackelaugen auf eigenen Joghurtbechern oder Enten im Waschbecken sind in fünf bis zehn Minuten aufgebaut. Ganz ohne Material funktioniert eine absurde Ankündigung beim Frühstück, etwa ein neuer Putzplan nach Sternzeichen.
Was mache ich, wenn ein Mitbewohner sauer reagiert?
Entschuldige dich, räum sofort auf und frag, was ihn gestört hat. Für den nächsten 1. April wisst ihr dann, wo seine Grenze liegt.
Darf ich Lebensmittel anderer Mitbewohner für einen Streich nutzen?
Nur, wenn du sie gleich danach ersetzt oder die Person zugestimmt hat. Am einfachsten nimmst du eigene oder gemeinsam gekaufte Lebensmittel.
Sind Streiche im Treppenhaus erlaubt?
Bleib mit Streichen in der eigenen Wohnung. Das Treppenhaus teilst du mit Nachbarn, die nichts von eurem Spaß wissen, und dort zählen Fluchtwege doppelt.