Unsere Harmlos-Regeln für Aprilscherze
Ein AprilscherzAprilscherz Ein Aprilscherz ist ein harmloser Streich oder eine glaubhaft klingende, aber erfundene Geschichte, mit der man andere am 1. April hereinlegt. Aufgelöst wird er meist mit dem Ruf "April, April!". Im deutschen Sprachraum ist der Brauch seit dem 17. Jahrhundert belegt. Im Glossar ist für uns harmlos, wenn nichts kaputtgeht, niemand Angst bekommt oder bloßgestellt wird und der Spaß noch am selben Tag aufgelöst ist. Daraus haben wir sieben Regeln gemacht, die für jeden StreichStreich Ein Streich ist eine Handlung aus Übermut, mit der man jemanden neckt oder hereinlegt, etwa Salz in der Zuckerdose oder ein Zettel unter der Computermaus. Ursprünglich bedeutete das Wort Hieb oder Schlag. Ein guter Streich ist harmlos und schnell aufgelöst, am Ende lacht auch der Hereingelegte. Am 1. Im Glossar und jeden Text zum Verschicken auf aprilApril April ist der vierte Monat des Jahres und hat 30 Tage. Der Name geht auf das lateinische Aprilis zurück, dessen Herkunft nicht sicher geklärt ist. Gedeutet wird er als "der zweite, folgende" Monat des altrömischen Jahres, das im März begann, oder nach lateinisch aperire, "öffnen". Am 1. April sind Aprilscherze Brauch. Im Glossar-scherz.com gelten. Was die Regeln nicht erfüllt, entschärfen wir oder lassen es weg.
Die sieben Regeln
1. Nichts geht kaputt, nichts macht Flecken, nichts kostet Geld
Ein Streich darf keine Sachen beschädigen, keine Flecken auf Kleidung, Möbeln oder Fugen hinterlassen und niemanden etwas bezahlen lassen. Deshalb klebt bei uns eine Haftnotiz unter der Maus und kein Klebeband, das Reste am Sensor lässt. Farbe im Duschkopf fehlt ganz, weil sie Fugen und Haut verfärbt.
2. Keine Gesundheitsrisiken, bei Essen an Allergien denken
Was gegessen oder getrunken wird, muss essbar bleiben. Bei jedem Streich mit Essen fragst du vorher nach Allergien und Unverträglichkeiten, auch bei Gästen. Ekel mit echtem Dreck gibt es nicht. Ein Beispiel ist der Keks mit falscher Füllung: Früher stand auf dieser Website Zahnpasta, heute nimmt die Anleitung Doppelkekse mit falscher Füllung Frischkäse oder Joghurt. Bei Salz statt Zucker kommt nur eine Prise in einen kleinen Extra-Streuer, und wer salzarm essen muss, bleibt verschont.
3. Keine vorgetäuschten Notfälle
Kein Unfall, keine Krankheit, keine Schwangerschaft, keine Kündigung, keine Trennung, keine Polizei und kein Notruf. Solche Nachrichten lösen echte Angst aus, und wer sie glaubt, handelt womöglich, bevor die Auflösung kommt. Auch unsere Texte zum Verschicken täuschen weder Gewinne noch Behörden noch Kosten vor.
4. Niemand wird bloßgestellt
Ein Streich spielt sich unter den Beteiligten ab. Wir schlagen nichts vor, was jemanden vor anderen lächerlich macht, und raten davon ab, Reaktionen ohne Einverständnis zu filmen. Aufnahmen gehören nicht ins Netz. Wer mitlachen soll, muss selbst entscheiden können, ob ein Foto davon später herumgeht.
5. Fremde Geräte nur ohne Passwort und in einer Minute rückgängig
Handy, Rechner und Konten anderer Menschen sind tabu, wenn du dafür einen Sperrcode oder ein Passwort brauchst. Erlaubt ist nur, was sich in einer Minute zurückstellen lässt, etwa ein gedrehter Bildschirm an einem entsperrten Rechner, an dem gerade niemand dringend arbeitet. Statt fremde Kontakte umzubenennen, änderst du beim Streich Das kopierte Profilbild nur dein eigenes Profilbild im Chat.
6. Büro und Schule laufen weiter
Im Büro darf ein Streich Kundschaft, Telefonate, Fristen und Abläufe nicht ernsthaft stören, in der Schule nicht den Unterricht. Ein Zettel unter der Maus kostet zehn Sekunden, ein vertauschtes Kabel am Arbeitsplatz unter Umständen einen halben Vormittag. Wo Chefin, Chef oder Lehrkraft betroffen sind, empfehlen wir eine kurze Absprache vorab.
7. Aufgelöst wird am selben Tag
Am besten löst du nach wenigen Minuten mit "April, AprilApril, April Mit "April, April!" löst man in Deutschland einen Aprilscherz auf. Der Ruf kommt gleich, nachdem jemand den Scherz geglaubt hat, und zeigt, dass alles nur Spaß war. Das Wörterbuch DWDS beschreibt ihn als umgangssprachlichen Ausruf der Schadenfreude. Auf Englisch ruft man "April fool!". Im Glossar!" auf, spätestens am Abend. Danach räumst du auf und stellst alles zurück. Eine kleine Wiedergutmachung, etwa das richtige Frühstück oder ein Keks, gehört bei vielen Anleitungen dazu.
Was der Steckbrief zeigt
Jede Anleitung beginnt mit einem Steckbrief. Er nennt den Aufwand in drei Stufen (leicht, mittel, aufwendig), die Minuten für die Vorbereitung, das Material, die ungefähren Kosten, das Mindestalter, die passenden Gruppen und die Zeit fürs Aufräumen. Das Mindestalter bezieht sich auf die Person, die den Streich macht, mit Hilfe eines Erwachsenen, wenn Schere, Herd oder Kleinteile im Spiel sind. Bei Streichen für kleine Kinder achten wir zusätzlich darauf, dass keine verschluckbaren Teile herumliegen.
Wie die Einstufung entsteht
Im Harmlos-Check stufen wir jeden Streich für drei Fälle ein: für Kinder, fürs Büro und für fremde Geräte. "Harmlos" heißt, der Streich passt ohne Einschränkung. "Achtung" bedeutet, dass du die Hinweise lesen solltest, etwa zu Allergien, empfindlichen Oberflächen oder dem Zeitpunkt. "Nicht geeignet" steht, wenn der Streich in diesem Umfeld nichts zu suchen hat, und "Nicht nötig" bei fremden Geräten, wenn der Streich gar keins braucht.
Die Einstufung beruht auf einer festen Liste von Prüffragen. Kann etwas kaputtgehen oder Flecken machen? Entstehen Kosten? Gibt es Allergierisiken? Kann sich jemand erschrecken, verletzen oder bloßgestellt fühlen? Braucht es Zugriff auf ein fremdes Gerät? Wie lange dauert das Aufräumen? Die Antworten stehen sichtbar im Check, damit du selbst nachvollziehen kannst, warum ein Streich wie eingestuft ist.
Wie wir alte Streiche entschärft haben
Die Website gibt es schon länger, und einige Ideen aus der früheren Fassung bestehen den Check nicht. Kresse in einer benutzten Tastatur zerstört das Gerät, deshalb wächst sie in der Anleitung Kresse in der Tastatur nur noch in einer ausgemusterten Tastatur ohne Kabel oder in einem Modell aus Pappe auf einem Tablett. Eine KettennachrichtKettenbrief Ein Kettenbrief ist eine Nachricht, die den Empfänger auffordert, sie an möglichst viele andere weiterzuleiten, oft mit dem Versprechen von Glück oder der Drohung mit Pech. Früher kam er per Post oder E-Mail, heute meist über Messenger. Viele Kettenbriefe enthalten Falschmeldungen. Im Glossar, nach der ein Messengerdienst angeblich bald Geld kostet, ähnelt echten Betrugsnachrichten und ist durch erkennbar absurde Neuigkeiten ersetzt. Zwei Streiche mit Farbe oder Brühwürfeln im Duschkopf haben wir ganz gestrichen, weil ohne Eingriff in die Dusche kein harmloser Rest übrig blieb.
Unsere Regeln und das Gesetz
Die Harmlos-Regeln sind unsere eigenen Maßstäbe und gehen an vielen Stellen weiter als das Gesetz. Was am 1. April rechtlich gilt, etwa beim Missbrauch von NotrufenMissbrauch von Notrufen Missbrauch von Notrufen begeht, wer absichtlich oder wissentlich Notrufe oder Notzeichen missbraucht oder vortäuscht, wegen eines Unglücksfalls oder einer Notlage werde Hilfe gebraucht. Paragraf 145 des Strafgesetzbuchs droht dafür Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe an. Am 1. Im Glossar, bei Sachschäden oder bei heimlichen Aufnahmen, steht auf der Seite Sind Aprilscherze erlaubt?. Beide Seiten ersetzen keine Rechtsberatung. Für einen konkreten Fall fragst du eine Anwältin oder einen Anwalt.
Wie wir mit Quellen umgehen
Jede Jahreszahl, jedes Zitat, jede Studie und jede Aussage zu Gesetzen oder Bräuchen eines Landes belegen wir mit einer Quelle, die wir selbst geöffnet haben. Unter dem Text steht sie mit Herausgeber, Titel und dem Tag des Abrufs. Bevorzugt nutzen wir Archive von Sendern und Zeitungen, das Museum of HoaxesHoax Hoax ist das englische Wort für einen Schwindel. Im Deutschen meint es meist eine Falschmeldung, die sich über soziale Netzwerke, E-Mail oder Messenger verbreitet, weil viele sie glauben und weiterleiten. Typisch sind Kettenbriefe und angebliche Spendenaktionen. Im Glossar, Wörterbücher wie das DWDS, Gesetzestexte, Behörden und Fachliteratur zur Volkskunde.
Was wir nicht belegen können, schreiben wir nicht oder kennzeichnen es als unsicher. Zahlen zur Wirkung eines Streichs, Erfahrungsberichte und Zitate ohne Herkunft gibt es bei uns nicht. Berühmte Aprilscherze aus Zeitung und Fernsehen beschreiben wir so, wie sie belegt sind, und stellen sie nicht in Bildern nach.
Korrekturen
Findest du einen Fehler oder hältst du einen Streich für weniger harmlos, als wir ihn eingestuft haben, schreib uns über die Seite Kontakt. Wir prüfen jeden Hinweis. Stimmt er, ändern wir die Seite und setzen das Datum der Änderung neben das Datum der Veröffentlichung. Kleine Tippfehler korrigieren wir ohne neues Datum.