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Ausgabe vom Bis zum 1. April: Noch 145 Tage
april-scherz.comDie Streich-Werkstatt für den 1. April
Glossar

Was ist ein Streich?

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Ein Streich ist eine Handlung aus Übermut, mit der man jemanden neckt oder hereinlegt, etwa Salz in der Zuckerdose oder ein Zettel unter der Computermaus. Ursprünglich bedeutete das Wort Hieb oder Schlag. Ein guter Streich ist harmlos und schnell aufgelöst, am Ende lacht auch der Hereingelegte. Am 1. April heißt er Aprilscherz.

Gelber unbeschrifteter Klebezettel klebt auf einer Computermaus auf einem aufgeräumten Holzschreibtisch
Bild: KI-generiert

Ein Streich ist eine Handlung aus Übermut oder Mutwillen, mit der du jemanden neckst oder hereinlegst. So erklärt es das DWDS und nennt "Schabernack" als Wort mit gleicher Bedeutung [1]. Typische Streiche sind Salz in der Zuckerdose oder ein Zettel unter der Computermaus, der den Sensor verdeckt.

Bedeutung und Herkunft

Das Wort hat mehrere Bedeutungen. Abwertend ist ein Streich eine unüberlegte, törichte Handlung, anerkennend eine freche, kühne Unternehmung oder eine gelungene Sache. Sportreporter nennen auch ein Tor oder einen Sieg so. In gehobener, etwas veraltender Sprache heißt Streich außerdem Hieb oder Schlag [1].

Weiße Zuckerdose mit Teelöffel neben einem gläsernen Salzstreuer auf einem Frühstückstisch
Bild: KI-generiert

Diese Bedeutung ist die ältere. Nach dem Etymologischen Wörterbuch von Wolfgang Pfeifer gehört mittelhochdeutsch "strīch" zum Verb "streichen" und meinte zuerst den Hieb, später übertragen eine überraschende, kühne Tat. "Auf einen Streich" ist seit dem 16. Jahrhundert belegt, "jemandem einen Streich spielen" im Sinn von Schabernack erst seit dem 18. Jahrhundert [1]. Andere feste Wendungen sind "einem Streich aufsitzen" und "auf einen Streich hereinfallen". Aus der Bedeutung Hieb stammt auch das Sprichwort "Vom ersten Streich fällt keine Eiche" [1]. Es sagt, dass große Dinge mehr als einen Anlauf brauchen.

Das DWDS nennt außerdem Verbindungen wie "ein lustiger, übermütiger, mutwilliger, böser Streich" und "einen Streich ausdenken" [1]. Ein Streich kann also auch böse sein. Ob er harmlos bleibt, verrät das Wort selbst nicht, darauf musst du beim Planen achten.

Beispiel: was einen guten Streich ausmacht

Der Zettel unter der Maus zeigt gut, worauf es ankommt. Er kostet nichts und macht nichts kaputt, er ist in Sekunden aufgelöst, und wer ihn abzieht, sieht sofort, was los war. Wie du ihn aufbaust, steht in der Anleitung Zettel unter der Maus. Ähnlich harmlos ist Salz statt Zucker, wenn du den richtigen Zucker gleich bereithältst.

Dazu kommen Regeln, die wir bei jeder Anleitung anwenden: keine vorgetäuschten Notfälle, keine Bloßstellung vor anderen, keine Aufnahmen ohne Einverständnis, an fremden Geräten nur, was in einer Minute rückgängig zu machen ist, und die Auflösung noch am selben Tag. Ausführlich stehen sie in unseren Grundsätzen für harmlose Streiche. Wenn am Ende auch der Hereingelegte lacht, hat der Streich funktioniert.

Verwandte Begriffe

Ein älteres Wort für einen übermütigen Streich ist Schabernack. Der Streich am 1. April heißt Aprilscherz. Das englische Wort dafür ist Prank, das vor allem für gefilmte Streiche benutzt wird. Einen listigen Streich nennt man auch Schelmenstreich; das DWDS führt außerdem den Streich der Schildbürger als Beispiel an [1].

Auch genannt: Streiche, Streichs

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Streich und Aprilscherz?

Ein Aprilscherz ist ein Streich oder eine erfundene Meldung am 1. April, die mit "April, April!" aufgelöst wird. Streiche gibt es dagegen das ganze Jahr.

Was bedeutet "auf einen Streich"?

Die Wendung heißt "auf einmal, mit einem Schlag". Sie stammt aus der älteren Bedeutung von Streich als Hieb und ist seit dem 16. Jahrhundert belegt.

Quellen

  1. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS): Streich, dwds.de, abgerufen am 06.11.2026.