Aprilscherze im Homeoffice
Aprilscherze im Homeoffice: Streiche für Videocall und Teamchat, nur in internen Runden, ohne Kundschaft, ohne Aufnahmen und ohne Eingriff in Dienstgeräte.

Kurz gesagt
Im Homeoffice spielen Aprilscherze im Videocall und im Teamchat. Beliebt sind das eingefrorene Video, das Meeting, das sich als Kuchenrunde entpuppt, eine Sprachnachricht voller Vogelgezwitscher oder ein Vormittag nur in Reimen. Sie bleiben in internen Runden, nie vor Kundschaft, und lösen sich noch im selben Call auf.
AprilscherzeAprilscherz Ein Aprilscherz ist ein harmloser Streich oder eine glaubhaft klingende, aber erfundene Geschichte, mit der man andere am 1. April hereinlegt. Aufgelöst wird er meist mit dem Ruf "April, April!". Im deutschen Sprachraum ist der Brauch seit dem 17. Jahrhundert belegt. Im Glossar im Homeoffice finden dort statt, wo sich ein verteiltes Team trifft: im Videocall und im Teamchat. Du kannst im Call scheinbar einfrieren, weil ein Standbild von dir als Hintergrund läuft, eine ernste Besprechung ansetzen, in der dann alle mit einem Stück Kuchen vor der Kamera sitzen, oder das Team einen Vormittag lang nur in Reimen antworten lassen. Solche StreicheStreich Ein Streich ist eine Handlung aus Übermut, mit der man jemanden neckt oder hereinlegt, etwa Salz in der Zuckerdose oder ein Zettel unter der Computermaus. Ursprünglich bedeutete das Wort Hieb oder Schlag. Ein guter Streich ist harmlos und schnell aufgelöst, am Ende lacht auch der Hereingelegte. Am 1. Im Glossar funktionieren nur in internen Runden, in denen alle Beteiligten sich kennen, und nie in Terminen mit Kundschaft, Bewerbern oder Partnerfirmen.
Streiche für Kolleginnen und Kollegen, die gemeinsam im Büro sitzen, stehen bei den Aprilscherzen im Büro. Was du am Rechner oder Handy einer einzelnen Person anstellen kannst, sammeln die digitalen Aprilscherze. Hier geht es um das, was ein Team über die Entfernung gemeinsam erleben kann.
Was im Homeoffice anders ist
Im Büro reicht ein Blick über den Schreibtisch, um zu sehen, ob jemand über einen Streich lacht oder gerade gestresst ist. Im Homeoffice fehlt dieser Blick. Ein Scherz im Chat kommt bei jemandem an, der vielleicht gerade eine schwierige Mail schreibt, und ein Gag im Videocall trifft auch die Person, die ihre Kamera aus hat und nur zuhört. Streiche aus der Ferne brauchen deshalb ein wenig mehr Klarheit als Streiche im Büro.
Dazu kommt, dass du an fremde Geräte gar nicht herankommst. Das ist ein Vorteil: Im Homeoffice drehst du kein Bild am Rechner eines Kollegen und verstellst keinen Bürostuhl. Alles, was du veränderst, liegt bei dir selbst, an deiner Kamera, deinem Hintergrund, deinem Schreibtisch und deinen Nachrichten. Die Streiche wirken trotzdem, weil die anderen sie live sehen oder lesen.
Streiche im Videocall
Ein Klassiker im Homeoffice ist das eingefrorene Video. Du machst vor dem Call ein Foto von dir, wie du aufmerksam in die Kamera schaust, und stellst es als Hintergrundbild ein. Dann schaltest du die Kamera aus oder setzt dich aus dem Bild, und für die anderen sieht es aus, als hinge deine Verbindung. Wenn jemand fragt, ob du noch da bist, antwortest du nicht. Nach ein, zwei Minuten kommst du ins Bild zurück und löst auf. Die Einstellung für Hintergrundbilder haben die meisten Videoprogramme ohnehin, eine zusätzliche Software brauchst du nicht.

Das Meeting, das Kuchen ist, braucht etwas Planung. Jemand aus dem Team lädt zu einem kurzen, sachlich klingenden Termin ein, etwa "Kurze Abstimmung, bitte pünktlich". Alle Eingeweihten sitzen dann mit einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee vor der Kamera, und die Ahnungslosen kommen mit Unterlagen. Damit niemand leer ausgeht, kann das Team vorher einen kleinen Gutschein oder ein Stück Kuchen an die Ahnungslosen schicken, das sie erst im Call öffnen sollen. Achte bei Kuchen auf Allergien und vegane oder glutenfreie Wünsche.
Für einen ganz kurzen Lacher reicht auch der Schreibtisch am Strand. Du stellst einen Sonnenschirm hinter dich, legst ein Handtuch über die Stuhllehne und setzt eine Sonnenbrille auf. Im Call sagst du nichts dazu. Wer es bemerkt, fragt von selbst.
Ohne jede Technik kommt eine Verabredung aus, die das ganze Team betrifft: Alle Eingeweihten erscheinen im Morgencall mit demselben Kleidungsstück, etwa einem gestreiften Pullover, einer Mütze oder einer großen Brille, und tun so, als sei das völlig normal. Die eine Person ohne Streifen fragt sich dann, welche Nachricht sie verpasst hat. Wählt dafür etwas, das jede Person zu Hause hat oder leicht leihen kann, und nichts, das jemanden nachahmt oder vorführt. Nach der ersten Runde in der Kamera löst ihr gemeinsam auf.
Streiche im Teamchat
Im Chat sind Streiche schnell gemacht und schnell wieder vorbei. Beim Endlos-Tippen fängst du immer wieder eine Nachricht an, sodass beim anderen "schreibt ..." erscheint, und schickst nie etwas ab. Bei der langen Sprachnachricht nimmst du drei Minuten Vogelgezwitscher oder Meeresrauschen auf, und erst ganz am Ende sagst du "April, AprilApril, April Mit "April, April!" löst man in Deutschland einen Aprilscherz auf. Der Ruf kommt gleich, nachdem jemand den Scherz geglaubt hat, und zeigt, dass alles nur Spaß war. Das Wörterbuch DWDS beschreibt ihn als umgangssprachlichen Ausruf der Schadenfreude. Auf Englisch ruft man "April fool!". Im Glossar!". Halte die Aufnahme freundlich: kein Flüstern, kein Atmen, nichts, was bedrohlich wirken könnte.
In Gruppen mit lockerem Ton lässt sich der Gruppenname ändern. Aus "Team Vertrieb" wird für einen Tag "Club der Frühaufsteher" mit passendem Gruppenbild. Das geht nur, wenn du die Gruppe verwaltest und alle Mitglieder mit dem Spaß einverstanden wären. Offizielle Projektkanäle, Kanäle mit externen Gästen und Gruppen, in denen Kundschaft mitliest, lässt du so, wie sie sind.
Ein Vormittag nur in Reimen funktioniert im Chat besonders gut, weil jeder Zeit zum Dichten hat. Die Eingeweihten antworten auf jede Frage in Reimform, die anderen wundern sich. Bei dringenden Fragen schreibt ihr ganz normal, damit die Arbeit nicht liegen bleibt.
Streiche am eigenen Arbeitsplatz
Alles, was du im Homeoffice veränderst, liegt auf deinem eigenen Schreibtisch. Teilst du in einer internen Runde deinen Bildschirm, kann das Bild kurz auf dem Kopf stehen, der Mauszeiger riesig sein oder eine scheinbar endlose Updateanzeige laufen. Das sind dieselben Einstellungen wie bei den Streichen am Rechner im Büro, nur dass du sie an deinem eigenen Gerät vornimmst und alle anderen zuschauen. Auf Dienstgeräten installierst du dafür nichts, und du stellst alles nach dem Lachen sofort zurück.

Wer im Homeoffice mit Familie oder Mitbewohnern lebt, kann den Streich auch dorthin verlegen. Der kopfstehende Bildschirm am Familienrechner oder die vertauschten Maustasten beim Partner sind Ideen für zu Hause. Am Firmenlaptop eines anderen Menschen hast du auch zu Hause nichts zu suchen, selbst wenn er offen auf dem Küchentisch steht.
Ein QR-Code vor der Kamera passt nur in eine angekündigte Runde, in der alle mit dem privaten Handy scannen, etwa beim Spieleabend per Video. Du hältst einen ausgedruckten Code in die Kamera, und wer ihn scannt, landet bei einem Bild mit "AprilApril April ist der vierte Monat des Jahres und hat 30 Tage. Der Name geht auf das lateinische Aprilis zurück, dessen Herkunft nicht sicher geklärt ist. Gedeutet wird er als "der zweite, folgende" Monat des altrömischen Jahres, das im März begann, oder nach lateinisch aperire, "öffnen". Am 1. April sind Aprilscherze Brauch. Im Glossar, April!". Mit Dienstgeräten scannt niemand einen unbekannten Code, auch nicht am 1. April. Der Code darf nur auf eigene Inhalte führen, etwa ein Bild in deinem eigenen Speicher, und nie auf fremde Seiten oder Formulare.
Regeln für Streiche im Homeoffice
Für alle Streiche gelten unsere Grundsätze. Im Homeoffice kommen diese Punkte dazu:
- Nur in internen Runden. Termine mit Kundschaft, Bewerberinnen, Partnerfirmen oder großen Runden mit fremden Abteilungen bleiben frei von Streichen.
- Keine Aufnahmen und keine Bildschirmfotos von Kolleginnen und Kollegen ohne deren Einverständnis, und nichts davon in andere Kanäle oder ins Netz.
- Nichts auf Dienstgeräten installieren, keine Einstellungen an fremden Konten, keine Zugänge oder Passwörter anfassen.
- Keine falschen Nachrichten über Arbeitsplatz, Gehalt, Umstrukturierung oder das Ende des Homeoffice. Solche Meldungen verunsichern, auch wenn sie als Scherz gedacht sind.
- Termine, Fristen und Kalender anderer bleiben, wie sie sind. Eine Einladung zum Kuchen-Meeting verschiebt keinen echten Termin.
- Auflösung noch im selben Call oder Chatverlauf, spätestens nach wenigen Minuten.
Mit der Teamleitung absprechen
Größere Streiche wie das Kuchen-Meeting oder ein Vormittag in Reimen betreffen das ganze Team. Sprich sie vorher kurz mit der Teamleitung ab. Vielleicht macht die Chefin oder der Chef sogar mit, und auf jeden Fall steht dann fest, dass niemand Ärger bekommt, wenn der Vormittag etwas weniger produktiv ausfällt. Wenn die Teamleitung selbst hereinfallen soll, weih eine Person ein, die den Kalender des Teams kennt, damit kein echter Termin mit dem Streich zusammenfällt.
Wenn in deinem Team Menschen aus verschiedenen Ländern arbeiten, kennen nicht alle den 1. April als Tag für Streiche. Für manche Kolleginnen und Kollegen ist ein Aprilscherz im Arbeitskontext ungewohnt. Ein kurzer Hinweis zu Beginn des Calls, dass heute der 1. April ist, nimmt niemandem den Spaß und verhindert, dass sich jemand bloßgestellt fühlt.
Streiche für hybride Teams
Viele Teams arbeiten heute teils im Büro, teils von zu Hause. Achte dann darauf, dass Streiche nicht nur die Leute vor Ort betreffen. Wenn im Büro Ballons hängen, sehen die Kolleginnen zu Hause nichts davon. Ein gemeinsamer Streich im Videocall, bei dem alle im Raum und alle zu Hause gleichzeitig erstarren oder mit Kuchen auftauchen, bezieht alle ein.
Umgekehrt solltest du die Kollegin im Homeoffice nicht zur einzigen Ahnungslosen machen, während das ganze Büro eingeweiht ist. Aus der Ferne ist es schwerer, die Stimmung einzuschätzen, und wer allein vor dem Bildschirm sitzt, fühlt sich schneller ausgelacht. Wählt in diesem Fall lieber einen Streich, bei dem die Person am Ende mitlachen und selbst einen Teil der Auflösung übernehmen kann.
Den passenden Streich für dein Team auswählen
Ein Team, das sich jeden Morgen im Videocall sieht, verträgt andere Streiche als eines, das nur über Tickets und Mails miteinander redet. In einer festen Runde mit lockerem Ton passen das Kuchen-Meeting und das eingefrorene Video, weil alle das Gesicht der anderen kennen und die PointePointe Die Pointe ist der überraschende Höhepunkt eines Witzes oder einer Erzählung, meist an ihrem Schluss. Sie bricht die Erwartung und bringt die Zuhörer zum Lachen. Das Wort kam im 18. Jahrhundert aus dem Französischen, wo pointe eigentlich Spitze oder Stachel heißt. Im Glossar sofort sehen. Arbeitet ihr vor allem schriftlich, liegen die Streiche im Chat näher: die lange Sprachnachricht, der Vormittag in Reimen oder ein neuer Gruppenname im lockeren Kanal.
Überleg auch, wie viel an dem Tag zu tun ist. Fällt der 1. April auf einen Tag mit Abgabe, Monatsabschluss oder wichtiger Präsentation, wählst du einen Streich, der nach einer Minute vorbei ist. In ruhigeren Wochen darf es etwas mehr sein. Wer neu im Team ist, sollte nicht als Erstes hereinfallen. Lade die Person lieber ein, beim nächsten Streich mitzumachen, dann gehört sie gleich dazu.
Und schließlich die Technik: Nicht jede Person kann im Call Hintergründe einstellen oder Sprachnachrichten abspielen, etwa weil das Dienstgerät gesperrt ist oder die Verbindung schwach. Wähl Streiche, die auch dann noch funktionieren, wenn ein Teil des Teams nur über das Telefon zugeschaltet ist.
Wenn ein Streich nicht ankommt
Im Homeoffice merkst du später, ob ein Streich jemanden gestört hat, weil Mimik und Tonfall in Chat und Call schlechter ankommen. Achte auf kurze Antworten, ausgeschaltete Kameras oder ein plötzliches Schweigen im Chat. Dann schreibst du der Person direkt und fragst, ob alles in Ordnung ist.
Entschuldige dich ohne lange Erklärung, wenn der Scherz danebenging, und stell alles wieder her, was du verändert hast, etwa den alten Gruppennamen. Erzähl den Streich danach nicht in anderen Runden weiter, wenn die Person darüber nicht lachen konnte.
Auflösen im Call
Im Videocall gehört die Auflösung in denselben Call. Wer eingefroren war, kommt ins Bild und sagt es, wer zum Kuchen-Meeting eingeladen hat, erklärt kurz, was los ist, und hebt die Gabel. Im Chat schreibst du die Auflösung als eigene, deutlich sichtbare Nachricht, damit auch Leute, die später in den Verlauf schauen, sie finden.
April, April! Mein Video war nicht eingefroren, nur sehr konzentriert.
Als Wiedergutmachung eignet sich im Homeoffice, was über die Entfernung ankommt: ein Kaffee beim nächsten Treffen im Büro, eine kleine Lieferung mit Kuchen an die Ahnungslosen oder die Aufgabe, im nächsten Jahr den Streich für das Team auszusuchen.
Häufige Fragen
Wie mache ich das eingefrorene Video im Videocall?
Mach ein Foto von dir vor deinem Hintergrund und stell es im Videoprogramm als Hintergrundbild ein. Schalte dann die Kamera aus oder geh aus dem Bild. Die anderen sehen nur noch das Standbild.
Darf ich Kolleginnen und Kollegen im Call fotografieren?
Nur mit ihrem Einverständnis. Bildschirmfotos von Gesichtern im Call gibst du ohne Zustimmung nicht weiter und stellst sie nirgendwo ein.
Welche Streiche gehen im Homeoffice ohne Vorbereitung?
Ein Vormittag in Reimen, das Endlos-Tippen im Chat oder eine absurde Ankündigung in der Teamrunde brauchen keine Vorbereitung. Du kannst sie am Morgen spontan starten.
Was mache ich, wenn plötzlich Kundschaft im Call ist?
Dann beendest du den Streich sofort und arbeitest ganz normal weiter. Plane Streiche deshalb nur für Termine, deren Teilnehmerliste du kennst.
Ist ein Aprilscherz in einem Team mit Kollegen aus anderen Ländern eine gute Idee?
Ja, wenn du kurz erklärst, dass in Deutschland am 1. April Streiche üblich sind. Wähle dann Streiche, die ohne Sprachwitz funktionieren, etwa das eingefrorene Video oder den Schreibtisch am Strand.