Aprilscherze für Lehrerinnen und Lehrer
Aprilscherze für Lehrer: harmlose Streiche, mit denen die Klasse ihre Lehrkraft überrascht, respektvoll, kurz und am besten vorher abgesprochen.

Kurz gesagt
Gute Aprilscherze für Lehrerinnen und Lehrer macht die ganze Klasse gemeinsam: alle sitzen verkehrt herum, alle Stifte fallen zur gleichen Minute, oder der Raum summt leise, bis die Lehrkraft die Quelle sucht. Solche Streiche dauern nur Augenblicke, berühren keine persönlichen Sachen und machen sich über niemanden lustig. Am besten sprecht ihr sie vorher mit einer Lehrkraft oder der Klassenleitung ab.
AprilscherzeAprilscherz Ein Aprilscherz ist ein harmloser Streich oder eine glaubhaft klingende, aber erfundene Geschichte, mit der man andere am 1. April hereinlegt. Aufgelöst wird er meist mit dem Ruf "April, April!". Im deutschen Sprachraum ist der Brauch seit dem 17. Jahrhundert belegt. Im Glossar für Lehrerinnen und Lehrer sind dann gelungen, wenn die Lehrkraft am Ende selbst lacht. Am besten klappt das mit Streichen, die die ganze Klasse gemeinsam macht: Alle sitzen mit dem Rücken zur Tafel, als die Lehrerin hereinkommt, um Punkt zehn fallen dreißig Stifte gleichzeitig auf den Boden, oder ein leises Summen erfüllt den Raum, ohne dass jemand den Mund öffnet. Solche StreicheStreich Ein Streich ist eine Handlung aus Übermut, mit der man jemanden neckt oder hereinlegt, etwa Salz in der Zuckerdose oder ein Zettel unter der Computermaus. Ursprünglich bedeutete das Wort Hieb oder Schlag. Ein guter Streich ist harmlos und schnell aufgelöst, am Ende lacht auch der Hereingelegte. Am 1. Im Glossar dauern nur ein paar Augenblicke, brauchen fast kein Material und nehmen niemandem etwas weg.
Auf dieser Liste stehen nur Streiche, die Schülerinnen und Schüler an ihrer Lehrkraft ausprobieren. Ideen, mit denen Lehrkräfte ihre Klasse in den April schickenin den April schicken Jemanden in den April schicken heißt, ihn am 1. April mit einem Scherz hereinzulegen. Ursprünglich schickte man Leichtgläubige auf sinnlose Botengänge, etwa um etwas zu holen, das es nicht gibt. Im Glossar, und Streiche unter Mitschülern sammeln die Aprilscherze in der Schule.
Warum Absprache den Streich besser macht
Ein Streich an einer Lehrkraft ist etwas anderes als ein Streich unter Freunden. Die Lehrkraft trägt die Verantwortung für den Unterricht und für die Aufsicht, und sie kann nicht einfach mitlachen, wenn sie gerade eine Klassenarbeit vorbereitet oder eine schwierige Stunde vor sich hat. Darum lohnt es sich, den Streich vorher abzusprechen. Das klingt erst einmal, als würde es die Überraschung verderben, doch es gibt mehrere Wege, die Absprache und Überraschung verbinden.
Ihr könnt zum Beispiel eine andere Lehrkraft einweihen, die die betroffene Lehrerin gut kennt, oder die Klassenleitung fragen, ob der Plan in Ordnung ist. Ihr könnt eurer Lehrkraft auch nur sagen, dass "heute irgendwann etwas passiert", ohne zu verraten, was. Dann weiß sie, dass am 1. AprilApril April ist der vierte Monat des Jahres und hat 30 Tage. Der Name geht auf das lateinische Aprilis zurück, dessen Herkunft nicht sicher geklärt ist. Gedeutet wird er als "der zweite, folgende" Monat des altrömischen Jahres, das im März begann, oder nach lateinisch aperire, "öffnen". Am 1. April sind Aprilscherze Brauch. Im Glossar mit einem harmlosen Streich zu rechnen ist, und kann sich trotzdem überraschen lassen. Die Klassensprecherin oder der Klassensprecher ist eine gute Person für dieses Gespräch.
Streiche der ganzen Klasse
Viele Streiche an Lehrkräften leben davon, dass alle mitmachen. Bei der verkehrten Klasse drehen alle vor Stundenbeginn ihre Stühle um und sitzen mit dem Rücken zur Tafel. Wenn die Lehrkraft hereinkommt, schauen alle konzentriert auf die Rückwand, als wäre dort die Tafel. Die Tische bleiben stehen, wo sie sind, damit nach dem Lachen alles in einer Minute wieder richtig herum ist.

Für alle Stifte, die gleichzeitig fallen, verabredet ihr eine Uhrzeit, etwa zehn Minuten nach Stundenbeginn. Auf ein Zeichen lässt jede Person ihren Stift auf den Boden fallen und hebt ihn danach ruhig wieder auf. Lasst die Stifte nur einmal fallen, denn jede Wiederholung stört den Unterricht.
Beim geheimnisvollen Summen summt die ganze Klasse leise mit geschlossenem Mund, während die Lehrkraft an der Tafel steht. Sobald sie sich umdreht, ist alles still. Nach ein paar Durchgängen sucht sie im Raum nach der Quelle, und dann ist der Moment für die Auflösung gekommen. Bei Klassenarbeiten, Tests oder in Vertretungsstunden mit einer Lehrkraft, die euch nicht kennt, lasst ihr das Summen weg.
Ganz ohne Material funktionieren auch das gemeinsame Erstarren und die Stunde in Reimen. Beim Erstarren bleibt die ganze Klasse mitten in der Bewegung stehen, sobald die Lehrkraft eine bestimmte Geste macht oder ein bestimmtes Wort sagt. Bei den Reimen antworten alle Eingeweihten in Reimform auf Fragen, so gut oder so schlecht es eben geht. Beide Streiche eignen sich gut für die erste Stunde, weil sie nach ein paar Minuten wieder vorbei sind.
Etwas mehr Planung braucht der Tag, an dem alle aussehen wie die Lehrkraft. Die ganze Klasse trägt den Schal, die Lieblingsfarbe oder die typische Brillenform der Lehrkraft. Das ist eine liebevolle Geste, solange niemand Merkmale nachahmt, für die sich die Person schämen könnte, etwa Figur, Haare, Stimme oder eine Behinderung. Bleibt bei Kleidung und Farben.
Streiche am Lehrerpult und an der Tafel
Einige Streiche spielen am Pult oder an der Tafel, ohne dass die Lehrkraft selbst angefasst wird. Bei der Haftnotiz-Flut beklebt ihr das Lehrerpult vor der Stunde mit vielen bunten Zetteln. Auf manchen steht "April, AprilApril, April Mit "April, April!" löst man in Deutschland einen Aprilscherz auf. Der Ruf kommt gleich, nachdem jemand den Scherz geglaubt hat, und zeigt, dass alles nur Spaß war. Das Wörterbuch DWDS beschreibt ihn als umgangssprachlichen Ausruf der Schadenfreude. Auf Englisch ruft man "April fool!". Im Glossar!", auf anderen ein Dank oder ein Witz. Die Haftnotizen kommen nur auf die Tischplatte und die Tafel, nie auf Tasche, Jacke, Handy oder Unterlagen der Lehrkraft, und nach der Stunde sammelt ihr alle wieder ein.

Eine Nachricht in Spiegelschrift an der Tafel ist ein guter Einstieg in eine Deutsch- oder Kunststunde. Wer den Text lesen will, braucht einen Spiegel, und darin steht dann der Aprilgruß. Auch auf Papier lässt sich eine Botschaft verstecken: Bei der Geheimschrift überreicht ihr ein scheinbar leeres Blatt. Im Klassenzimmer schreibt ihr dafür mit weißer Wachsmalkreide, und die Lehrkraft malt das Blatt mit Wasserfarbe an, bis der Aprilgruß erscheint. Die Fassung mit Zitronensaft braucht Wärme und gehört deshalb nach Hause. Kerzen, Feuerzeuge oder heiße Herdplatten haben im Klassenzimmer nichts zu suchen.
Ein falscher Hinweiszettel an der Klassenraumtür kann die Lehrkraft schon im Flur begrüßen, etwa mit der Bitte, den Raum heute nur auf Zehenspitzen zu betreten. Alles, was nach einer echten Mitteilung der Schulleitung, nach Vertretungsplan oder nach Unterrichtsausfall aussieht, lasst ihr weg, damit niemand falsch plant.
Der Papierfisch auf dem Rücken ist ein alter Aprilscherz. An einer Lehrkraft ist er heikler, weil ihr sie dafür berühren müsstet. Klebt den Fisch deshalb an die Tafel, an die Tür oder an das Pult, oder nur dann an den Rücken, wenn die Lehrkraft eingeweiht ist und zustimmt.
Regeln für Streiche an der Lehrkraft
Für alle Streiche auf dieser Seite gelten die Grundsätze dieser Website. In der Schule und gegenüber Lehrkräften kommen diese Punkte dazu:
- Respekt geht vor. Ihr lacht über die Überraschung, nie über Aussehen, Stimme, Herkunft oder Eigenheiten der Lehrkraft.
- Persönliche Sachen der Lehrkraft bleiben tabu: Tasche, Jacke, Handy, Laptop, Auto, Kaffeetasse und Unterlagen.
- Kein Streich während einer Klassenarbeit, eines Tests, einer Prüfung oder einer mündlichen Note.
- Nichts, was die Aufsicht erschwert. Niemand verlässt dafür unbemerkt den Raum, Fenster und Türen bleiben normal benutzbar.
- Keine Fotos und keine Videos der Lehrkraft ohne ihr Einverständnis, und nichts davon im Klassenchat oder im Netz.
- Keine falschen Nachrichten über Schulausfall, Krankheit, Elternbriefe oder die Schulleitung.
- Der Unterricht geht nach ein paar Minuten weiter. Wer einen Streich in die Länge zieht, nimmt allen anderen Lernzeit.
Wenn jemand aus der Klasse beim Streich nicht mitmachen will, ist das in Ordnung. Niemand muss sich anschließen, und niemand wird hinterher dafür aufgezogen.
Der richtige Moment im Stundenplan
Nicht jede Stunde eignet sich gleich gut. Am besten sind Stunden bei einer Lehrkraft, die die Klasse gut kennt und mit der ihr schon einmal gemeinsam gelacht habt. In der ersten Stunde des Tages oder direkt nach einer Pause habt ihr Zeit, den Streich vorzubereiten, und die Lehrkraft kommt mit frischem Blick herein.
Schwierig sind Stunden kurz vor Zeugnissen, Stunden mit Besuch von außen, etwa von Referendarinnen oder der Schulleitung, und Vertretungsstunden. Eine Lehrkraft, die euch zum ersten Mal sieht, weiß nicht, ob die verkehrt herum sitzende Klasse ein Streich ist oder ein Problem. Fällt der 1. April in die Osterferien oder auf ein Wochenende, könnt ihr den Streich auf den nächsten Schultag verlegen und das in der Auflösung erwähnen.
Nach Alter und Schulform
In der Grundschule passen Streiche, bei denen alle gemeinsam etwas tun und schnell wieder zur Ruhe kommen: das Erstarren, der Papierfisch an der Tafel oder die Spiegelschrift. In diesem Alter ist es eine schöne Idee, wenn die Kinder ihre Lehrkraft vorher fragen, ob am 1. April ein Streich erlaubt ist.
Ab etwa der dritten Klasse lassen sich größere Aktionen planen, etwa die verkehrte Klasse oder die fallenden Stifte. In der Oberstufe kommt der Tag in der Kleidung der Lehrkraft dazu, der etwas Organisation über Chat oder Klassensprecher braucht. In jeder Altersstufe gilt: Je älter die Klasse, desto wichtiger ist es, dass der Streich die Lehrkraft nicht vorführt und nicht wie ein Machtkampf wirkt.
Den Streich in der Klasse planen
Ein Streich der ganzen Klasse klappt nur, wenn alle wissen, was zu tun ist. Bestimmt eine Person, die den Plan erklärt und das Startzeichen gibt, etwa die Klassensprecherin. Das Zeichen sollte unauffällig sein: ein Räuspern, ein Blick auf die Uhr oder ein bestimmtes Wort, das im Unterricht ohnehin fallen wird. Wer an dem Tag krank ist oder neu in der Klasse, bekommt die Absprache in der Pause, damit niemand verwirrt danebensitzt.
Wenn ihr den Streich im Klassenchat plant, schreibt nur das Nötigste und nichts über die Lehrkraft, das ihr nicht auch laut sagen würdet. Chats werden weitergeleitet, und ein spöttischer Satz im Verlauf kann einen harmlosen Streich hinterher in ein schlechtes Licht rücken. Ein kurzes Treffen in der Pause vor der Stunde reicht oft schon für die Absprache.
Habt auch einen Plan B. Kommt die Lehrkraft erkennbar gestresst herein, kündigt sie eine Klassenarbeit an oder ist ein Gast im Raum, verschiebt ihr den Streich auf eine andere Stunde. Das Startzeichen gibt dann einfach niemand, und keiner muss sich erklären. Den Streich könnt ihr dann am nächsten Schultag nachholen, solange die Auflösung den 1. April erwähnt und alle wissen, worum es geht.
Wenn etwas schiefgeht
Manchmal kommt ein Streich anders an als gedacht. Die Lehrkraft erschrickt, wird ärgerlich oder versteht nicht, dass es ein Aprilscherz ist. Dann löst ihr sofort auf, bringt alles wieder in Ordnung und erklärt ruhig, dass ihr niemanden ärgern wolltet. Diskutiert in der Stunde nicht darüber, ob der Streich lustig war.
Nach der Stunde kann die Person, die den Streich organisiert hat, das Gespräch mit der Lehrkraft suchen. Eine ehrliche Entschuldigung und die Frage, was gestört hat, zeigen Respekt. Meistens lässt sich daraus etwas für das nächste Jahr lernen, etwa eine andere Uhrzeit oder ein Streich, der noch kürzer ist.
Die Auflösung im Klassenzimmer
Die Auflösung übernimmt am besten eine Person aus der Klasse, die vorher dafür bestimmt wurde. Sie steht auf, sagt den Satz laut und deutlich, und dann setzt sich die Klasse wieder richtig hin, hebt die Stifte auf oder hört auf zu summen. Danach geht der Unterricht ganz normal weiter.
April, April! Das war ein kleiner Wachmacher für die erste Stunde. Jetzt sitzen wir wieder richtig herum.
Eine kleine Wiedergutmachung gehört dazu: eine Karte mit einem Dank der Klasse, ein selbst gebackener Kuchen für die Stunde, wenn das an eurer Schule erlaubt ist und niemand Allergien hat, oder ein Versprechen, in dieser Stunde besonders gut mitzuarbeiten.
Häufige Fragen
Welche Aprilscherze darf man bei Lehrern machen?
Erlaubt ist, was harmlos und kurz ist und niemanden lächerlich macht, etwa die verkehrte Klasse, fallende Stifte oder Haftnotizen auf dem Pult. Klassenarbeiten, persönliche Sachen der Lehrkraft und Fotos ohne Einverständnis sind tabu.
Muss die Lehrkraft vorher Bescheid wissen?
Sie muss nicht wissen, was genau passiert. Es hilft aber, wenn eine andere Lehrkraft oder die Klassenleitung eingeweiht ist oder die Lehrkraft weiß, dass am 1. April etwas Harmloses kommen kann.
Was tun, wenn die Lehrkraft den Streich nicht lustig findet?
Entschuldigt euch ruhig, macht alles wieder rückgängig und arbeitet normal weiter. Fragt nach der Stunde, was gestört hat, damit ihr es beim nächsten Mal besser wisst.
Kann man auch einen Aprilscherz in einer Vertretungsstunde machen?
Besser nicht. Eine Lehrkraft, die die Klasse nicht kennt, kann einen Streich schwer einschätzen und muss die Aufsicht für eine fremde Gruppe führen.
Darf die Klasse den Streich filmen?
Nur, wenn die Lehrkraft ausdrücklich einverstanden ist. Videos gehören auch dann nicht in den Klassenchat oder ins Netz, solange sie das nicht erlaubt hat.