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Aprilscherze in deutschsprachigen Medien: von der Zeitung bis zum Netz

Vom weißen Elefanten im Frankfurter Zoo bis zu Til Schweiger in der Tagesschau: belegte Aprilscherze aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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Ein weißer Elefant steht ruhig in einem alten Zoogehege mit Sandboden im goldenen Morgenlicht
Bild: KI-generiert

Kurz gesagt

Aprilscherze in deutschsprachigen Medien gibt es seit dem 18. Jahrhundert. Bekannte Fälle sind der weiß angemalte Elefant im Frankfurter Zoo, der WDR mit Joggern, die wegen der Eichhörnchen langsamer laufen sollten, der Tagesspiegel, der Berliner Bahnhofsnamen versteigern ließ, und die Tagesschau mit Til Schweiger als Sprecher. Heute scherzen vor allem Firmen und Verkehrsbetriebe.

Deutschsprachige Medien schicken ihr Publikum seit rund 250 Jahren in den April. Als frühester bekannter Zeitungs-Aprilscherz in Deutschland gilt eine Meldung von 1774 mit einem absurden Rat zur Zucht bunter Hühner [9]. Bekannte Fälle aus späterer Zeit sind der weiß angemalte Elefant im Frankfurter Zoo 1949, die Jogger, die laut WDR 1993 wegen der Eichhörnchen langsamer laufen sollten, und die Tagesschau, die 2016 Til Schweiger als Sprecher ankündigte [2] [3] [8].

Die Anfänge im 18. Jahrhundert

Die frühesten Beispiele stammen aus der Zeit, in der Zeitungen noch dünn waren und selten erschienen. Laut deutschland.de erschien 1774 in einer deutschen Zeitung der Rat, wie man bunte Hühner züchtet [9]. Das Portal iamexpat beschreibt den Trick genauer: Man solle den Hühnerstall in der gewünschten Farbe streichen [5]. Für das Jahr 1789 nennt dieselbe Quelle eine Berliner Zeitung, die von taubeneigroßen Hagelkörnern in Potsdam berichtet habe, worauf Hunderte nach Potsdam gefahren seien, um sie zu sehen [5]. Die Originalausgaben haben wir nicht gesehen. Beide Fälle sind deshalb nur so gut belegt wie die Sammlungen, die sie überliefern.

Schon diese frühen Scherze zeigen ein Muster, das sich bis heute hält. Sie nehmen etwas Alltägliches, hier Hühner und Wetter, und verschieben es um ein kleines, gerade noch denkbares Stück.

1910er bis 1930er: Berlin und die Bilder

In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg kamen Fotos dazu, und Berlin wurde zum Ort vieler Scherze. Laut iamexpat gab 1919 ein Nachtarbeiter in einer Berliner Lokalzeitung eine Anzeige auf, wonach am 1. April am Brandenburger Tor ein Gruppenfoto gemacht werde. Hunderte kamen. Die Chicago Tribune berichtete darüber und schrieb sinngemäß, manche hätten stundenlang gewartet, bevor sie merkten, dass der 1. April war [5]. Der Fall ist auch beim Museum of Hoaxes unter den deutschen Aprilscherzen aufgeführt [1].

Spielzeugbus aus rotem Blech, auf den zwei weitere Etagen gestapelt sind, auf einem Holztisch
Bild: KI-generiert

Für 1923 nennt iamexpat eine Meldung über neue Funkgeräte der Polizei: riesige Apparate, die den Beamten auf den Rücken geschnallt werden und vorn eine Konsole mit Glühbirne haben [5]. Drei Jahre später, 1926, meldete die Firmenzeitschrift Echo Continental des Reifenherstellers Continental einen dreistöckigen Bus und zeigte ein gefälschtes Bild davon [5]. Eine Berliner Zeitung legte 1931 nach und druckte das Foto eines vierstöckigen Busses als ersten seiner Art. Laut iamexpat riefen daraufhin so viele Menschen bei den Verkehrsbetrieben an, dass die Leitungen überlastet waren, und einige drangen in Busdepots ein, um das Fahrzeug zu sehen [5].

Der bekannteste Fall dieser Jahre kam aus der Berliner Illustrirten Zeitung. Sie veröffentlichte 1934 das Foto eines Mannes, der mit einem Fluggerät abhob, das er mit dem eigenen Atem antrieb; eine chemische Reaktion sollte daraus Kraft für einen Motor machen [5]. Laut iamexpat berichteten der Daily Mirror und die New York Times darüber, als sei es wahr, und nannten den Piloten Erich Kocher [5]. Auch das Museum of Hoaxes führt den Fall unter dem Titel "Man Flies By Own Lung Power" [1].

Die Scherze dieser Zeit lebten von einem neuen Vertrauen in das gedruckte Foto. Ein Bild galt als Beweis, und wer einen vierstöckigen Bus gesehen hatte, wollte ihn auch in echt sehen.

1940er und 1950er: der weiße Elefant von Frankfurt

Der bekannteste deutsche Aprilscherz der Nachkriegszeit stammt aus dem Frankfurter Zoo. In den Tagen vor dem 1. April 1949 erschienen in Frankfurter Zeitungen Hinweise, ein sagenhafter "schneeweißer Elefant" aus Burma werde für wenige Tage im Zoo zu sehen sein. Er reise in einem eigens gebauten Eisenbahnwagen zum Kopenhagener Zoo, begleitet von burmesischen Pflegern in traditioneller Kleidung [2]. Das Museum of Hoaxes verweist dafür auf die europäische Ausgabe der Zeitung Stars and Stripes vom 29.03.1949 [2].

Nahaufnahme von Ohr und faltiger Haut eines hell angemalten Elefanten im sanften Seitenlicht
Bild: KI-generiert

Am 1. April kamen mehr als 1.000 Frankfurterinnen und Frankfurter und zahlten je eine Mark Eintritt. Sie sahen tatsächlich einen weißen Elefanten: eine gewöhnliche Indische Elefantenkuh, die weiß angemalt worden war [2]. Die meisten merkten es nicht und erfuhren erst aus der Zeitung von dem Trick. Die Idee stammte von Bernhard Grzimek, der 1945 Direktor des Zoos geworden war und nach dem Krieg mit Festen, Tanzabenden und eben solchen Scherzen die Menschen zurück in den Zoo holen wollte [2]. Im Mai 2004 stellte der Kölner Zoo den Scherz für einen Film über Grzimek nach [2].

Für die 1950er-Jahre haben wir keinen weiteren deutschsprachigen Medienfall gefunden, den wir mit einer verlässlichen Quelle belegen könnten. Gut möglich, dass es welche gab; in den Sammlungen, die wir geprüft haben, tauchen sie nicht auf.

1960er: Delfine im Rhein

Aus dem Jahr 1965 stammt ein Radioscherz des WDR. Der Sender meldete laut Stuttgarter Zeitung erfolgreich Delfine im Rhein [7]. Die Zeitung verbindet den Fall mit einem echten Weißwal, der später im Rhein schwamm und dem zunächst niemand glauben wollte [7]. Der Weißwal im Rhein ist für Mai und Juni 1966 belegt [15].

Ebenfalls vom WDR stammt ein musikalischer Scherz, dessen Jahr wir nicht sicher kennen. Der Sender spielte die angebliche Uraufführung einer bisher unbekannten Messe in C-Dur von Franz Schubert, die unter abenteuerlichen Umständen gefunden worden sei. Das Publikum war begeistert. Laut deutschland.de war die "Sensation" das Ergebnis einer Wette: Man wollte ein Stück schreiben, das wie ein klassisch-romantisches Meisterwerk klingt [9]. Schubert hatte damit nichts zu tun.

1970er und 1980er: eine Lücke

Für diese beiden Jahrzehnte haben wir keinen deutschsprachigen Medien-Aprilscherz gefunden, der sich mit einer Quelle belegen lässt, die wir selbst einsehen konnten. In internationalen Sammlungen tauchen aus dieser Zeit vor allem britische und amerikanische Fälle auf, etwa die Schwerkraftmeldung der BBC oder die Insel San Serriffe im Guardian. Die findest du in unserer Übersicht der berühmten Aprilscherze. Wenn du einen gut belegten deutschsprachigen Fall aus diesen Jahren kennst, schreib uns.

1990er: Jogger, Eichhörnchen und Dienstwürstchen

1993 meldete der Westdeutsche Rundfunk in Köln, die Stadt habe für Jogger in den Parks eine Höchstgeschwindigkeit festgelegt. Sechs Meilen pro Stunde, also knapp zehn Kilometer pro Stunde, seien erlaubt. Wer schneller laufe, störe die Eichhörnchen, die gerade Paarungszeit hätten [3]. Das Museum of Hoaxes ordnet den Fall unter die Scherze über unsinnige Gesetze ein [3]. Die Mischung ist typisch: eine echte Behörde, eine scheinbar fürsorgliche Begründung und eine Regel, die gerade noch denkbar klingt.

Ein rotes Eichhörnchen sitzt auf einem Waldweg im Herbstlaub neben einem Paar grauer Laufschuhe
Bild: KI-generiert

Fünf Jahre später, 1998, wurde die Deutsche Post zum Absender. Laut Stuttgarter Zeitung kündigte sie an, 100.000 Briefträgerinnen und Briefträger mit "Dienstwürstchen" auszustatten, um Hunde abzuwehren [6]. Wer mit Briefträgern und Hunden zu tun hatte, kannte das Problem. Die Lösung war so einfach, dass sie fast vernünftig klang.

2000er: Bahnhofsnamen, Kehrwoche und die Tagesschau

Im Jahr 2001 berichtete der Berliner Tagesspiegel, die Stadt wolle Geld einnehmen, indem sie die Namen ihrer Bahnhöfe an die Meistbietenden versteigert. Bis zu fünf Millionen Mark je Station sollten so zusammenkommen [4]. Dazu kam die Überlegung, die Nachfahren Richard Wagners nachträglich für den bestehenden Bahnhof Richard-Wagner-Platz zahlen zu lassen [4]. Der Scherz spielte mit dem Gedanken, dass auch öffentliche Namen käuflich sein könnten.

Nicht jeder Scherz dieser Jahre blieb harmlos. Laut Stuttgarter Zeitung meldete 2001 ein Lokalsender in Baden-Württemberg, alle alten Führerscheine seien ungültig. Die Notrufleitung der Polizei war stundenlang belegt, und der Sender hatte behauptet, im Landratsamt sei auch am Sonntag eine Umtauschstelle geöffnet [7]. Schon im Jahr 2000 hatte ein Hamburger Radiosender den Absturz einer russischen Raumstation über der Stadt angekündigt, was zu Hunderten Anrufen bei den Notrufstellen führte [7]. Beide Fälle zeigen, wo ein Aprilscherz zum Problem wird: wenn er Angst macht oder Menschen zu Behörden schickt.

Harmloser waren die folgenden Fälle. 2004 kündigte die Firma Application Systems Heidelberg den "iShave" an, einen Rasieraufsatz für einen Musikspieler, mit dem man sich beim Musikhören rasieren könne [5]. 2005 behauptete der Stuttgarter Stadtrat Reinhard Löffler, die schwäbische Kehrwoche solle Weltkulturerbe der UNESCO werden; laut Stuttgarter Zeitung fiel die Bild-Zeitung darauf herein [6]. 2006 kündigte Thomas Gottschalk in "Wetten, dass..?" seinen Abschied an. Die Nachricht verbreitete sich rasch, und der Programmdirektor des ZDF musste eingreifen [7]. Gottschalk hörte tatsächlich erst 2011 auf [6].

2007 meldete die Tagesschau, ihre Erkennungsmelodie werde künftig "nicht mehr live vom im Studio anwesenden Symphonieorchester eingespielt" [6]. Der Witz lag darin, dass das nie der Fall gewesen war.

2010er: Til Schweiger in der Tagesschau

Am 1. April 2016 kündigte die Tagesschau an, Til Schweiger werde im folgenden Monat eine Woche lang das Nachtmagazin und die späten Ausgaben der Tagesschau sprechen. Er habe dafür Sprechunterricht beim damaligen Chefsprecher Jan Hofer genommen. Seine Tochter Emma dürfe nicht mitmachen, weil der Jugendschutz Nachtarbeit für 13-Jährige verbiete. In einem Video begrüßte ihn die Sprecherin Linda Zervakis [8].

Am selben Tag meldete die Frankfurter Allgemeine Zeitung, der Frankfurter Flughafen werde nach der früheren Oberbürgermeisterin Petra Roth benannt, und die Recklinghäuser Zeitung meldete einen Wechsel des Fußballers Mario Götze vom FC Bayern zum FC Schalke 04 für 29,4 Millionen Euro [8]. 2018 kündigte der Deutsche Alpenverein laut iamexpat "Öko-Hubschrauber" an, die Gäste per Smartphone von überbuchten Hütten zu anderen Hütten bringen sollten [5]. Die Begründung des Vereins: Wer Gäste von Hütten mit Duschen zu Hütten ohne Duschen bringe, gleiche den Schaden für die Umwelt wieder aus [5].

Ein Fall aus dem Jahr 2021 zeigt, wie schnell ein Firmenscherz kippen kann. Volkswagen veröffentlichte eine Pressemitteilung, wonach die US-Marke künftig "Voltswagen" heiße. Ein Sprecher sagte laut netzwelt zunächst, es sei kein Aprilscherz, bevor die Firma zugab, dass es einer war [10]. Der Scherz kam vor dem 1. April heraus und wurde zuerst als echte Nachricht verbreitet.

Österreich: der Grubenhund und die Verkehrsbetriebe

Aus Österreich stammt ein Begriff, der eng mit dem Aprilscherz verwandt ist, auch wenn er nicht an den 1. April gebunden ist: der Grubenhund. Gemeint ist ein Leserbrief voller Fachsprache und Unsinn, den eine Redaktion druckt, ohne den Unsinn zu bemerken [11]. Der Name geht auf den Ingenieur Arthur Schütz zurück. Am 18.11.1911 druckte die Wiener Neue Freie Presse seinen Brief über ein Erdbeben, unterschrieben mit einem erfundenen Namen. Darin hieß es, ein im Labor schlafender Grubenhund sei schon eine halbe Stunde vor dem Beben auffallend unruhig gewesen [11]. Ein Grubenhund ist aber ein Förderwagen im Bergwerk. Schütz veröffentlichte 1931 ein Buch mit dem Titel "Der Grubenhund" [11].

Der Grubenhund unterscheidet sich vom Aprilscherz in einem wichtigen Punkt. Er führt die Redaktion hinters Licht, der Aprilscherz das Publikum. Beide leben aber von derselben Schwäche: Wer nicht weiß, was ein Wort bedeutet, hält einen Satz mit Fachbegriffen leicht für richtig. Mehr dazu erklärt der Glossareintrag zur Zeitungsente.

Aus jüngerer Zeit nennt der ORF für den 1. April 2026 zwei österreichische Scherze aus dem Verkehr: Die ÖBB kündigten einen "Cabrio-Zug" an, und die Wiener Linien versprachen, die Namen ihrer Stationen zu vereinheitlichen [12].

Schweiz: Zeitungen, Zoo und Luftwaffe

Für die Schweiz haben wir vor allem jüngere Fälle gefunden. Das Schweizer Radio und Fernsehen SRF sammelte am 1. April 2021 die Scherze der Schweizer Zeitungen [13]. Der Berner "Bund" meldete, der Kanton erwäge eine Maskenpflicht in Schwimmbädern und in der Aare, eine wasserfeste Aaremaske werde schon getestet. Der Winterthurer "Landbote" schrieb, Brauereien hätten einen Tankwagen unverkauftes Bier in drei Brunnen der Altstadt geleert. Und der "Blick" meldete, Politiker aller Parteien wollten den Nationalfeiertag zum 40. Geburtstag von Roger Federer um eine Woche verschieben [13].

Am 1. April 2026 sammelte die Zeitung 20 Minuten in einem Ticker mehr als zwanzig Scherze von Schweizer Firmen und Behörden [14]. Die Luftwaffe kündigte auf Instagram ihre erste Übung auf einem Flugzeugträger an, der dafür auf den Genfersee gebracht werde. Der Zoo Zürich meldete eine Bratwurst, deren Viertel aus Erbsenprotein sich nun einfach abtrennen lasse, und die SBB kündigten Gepäckkontrollen vor dem Einsteigen an [14]. Die meisten Scherze kamen 2026 also von Firmen und Ämtern, und viele erschienen zuerst in sozialen Netzwerken. Aus Deutschland stellte die Stuttgarter Zeitung am 01.04.2026 Scherze aus Baden-Württemberg zusammen, darunter ein Scheidungsangebot der Wilhelma, eine "Hobbydogging"-Staffel des Polizeipräsidiums Freiburg und ein angeblich zum UNESCO-Welterbe erklärtes Filderspitzkraut in Leinfelden-Echterdingen [16]. Weitere Fälle dieses Jahres stehen in unserem Rückblick auf die Medien-Aprilscherze.

Was sich verändert hat

Wer die Fälle nebeneinanderlegt, sieht drei Phasen. Bis in die 1930er-Jahre waren es vor allem Zeitungen, oft mit gefälschten Fotos [5]. Nach dem Krieg kamen Radio und Fernsehen dazu, mit dem WDR und der Tagesschau als bekannten Absendern [3] [6]. Heute scherzen vor allem Firmen, Verkehrsbetriebe und Ämter, und zwar zuerst im Netz [14].

Was die gelungenen Fälle verbindet, ist ihr Maß. Der weiße Elefant kostete eine Mark Eintritt, und wer kam, sah tatsächlich einen Elefanten. Die Jogger mussten nichts tun, die Bahnhöfe behielten ihre Namen, und die Tagesschau-Melodie lief weiter wie immer. Die misslungenen Fälle dagegen griffen in das Leben der Menschen ein: ungültige Führerscheine, eine abstürzende Raumstation, volle Notrufleitungen [7]. Die Grenze, die sich daraus ergibt, gilt für Redaktionen genauso wie für einen Scherz unter Freunden. Ein Aprilscherz darf überraschen und kurz verwirren, aber niemand soll Angst bekommen, Geld ausgeben oder bei einer Behörde vorstellig werden. So halten wir es auch in unseren Harmlos-Regeln.

Große Redaktionen halten sich dagegen zurück. Der ORF schrieb am 1. April 2026, die Tradition großer Medien-Aprilscherze scheine vorbei zu sein. Als Gründe nennt der Beitrag die Vertrauenskrise der Nachrichtenbranche, Fake News und den Umstand, dass Falschmeldungen inzwischen das ganze Jahr über kursieren [12]. Wie du einen Scherz trotzdem erkennst, steht im Beitrag Aprilscherze in den Nachrichten erkennen. Wie der 1. April in Deutschland sonst gefeiert wird und woher der Ausdruck "in den April schicken" kommt, erklärt die Seite zum Aprilscherz in Deutschland.

Häufige Fragen

Welcher war der erste Aprilscherz in einer deutschen Zeitung?

Als frühestes Beispiel nennen Sammlungen eine Meldung über die Zucht bunter Hühner. Die Originalausgabe haben wir nicht gesehen, deshalb ist auch die Zuordnung zu einer bestimmten Zeitung offen.

Macht die Tagesschau jedes Jahr einen Aprilscherz?

Nein, belegt sind einzelne Jahre. In unseren Quellen stehen die angebliche Abschaffung des Live-Orchesters für die Erkennungsmelodie und die Ankündigung von Til Schweiger als Sprecher.

Ist ein Grubenhund dasselbe wie ein Aprilscherz?

Nicht ganz. Ein Grubenhund ist ein Unsinnsbrief, der einer Redaktion untergeschoben wird und nicht an ein Datum gebunden ist. Ein Aprilscherz wird von der Redaktion selbst am 1. April für das Publikum gemacht.

Warum fehlen Fälle aus den 1970er- und 1980er-Jahren?

Wir nehmen nur Fälle auf, die wir in einer Quelle selbst nachlesen konnten. Für diese Jahre haben wir keinen deutschsprachigen Fall gefunden, der diese Bedingung erfüllt.

Quellen

  1. The Museum of Hoaxes (Alex Boese): German April Fool's Day Hoaxes, hoaxes.org, abgerufen am 06.11.2026.
  2. The Museum of Hoaxes (Alex Boese): The Frankfurt Zoo's White Elephant, hoaxes.org, abgerufen am 06.11.2026.
  3. The Museum of Hoaxes (Alex Boese): Joggers Slow Down To Help Squirrels, hoaxes.org, abgerufen am 06.11.2026.
  4. The Museum of Hoaxes (Alex Boese): Berlin Sells Railway Station Names, hoaxes.org, abgerufen am 06.11.2026.
  5. IamExpat: The best April Fool's Day pranks in Germany, iamexpat.de, abgerufen am 06.11.2026.
  6. Stuttgarter Zeitung (Theresa Schäfer, dpa): 1. April: Die besten Aprilscherze aller Zeiten, stuttgarter-zeitung.de, abgerufen am 06.11.2026.
  7. Stuttgarter Zeitung (Michael Maier): 1. April: Aprilscherze, die nach hinten losgingen, stuttgarter-zeitung.de, abgerufen am 06.11.2026.
  8. leinetal24 (Haakon Nogge): So wurden wir heute in den April geschickt, leinetal24.de, abgerufen am 06.11.2026.
  9. deutschland.de: Der April-Scherz und seine Tradition, deutschland.de, abgerufen am 06.11.2026.
  10. netzwelt (Marcel Laser): Tagesschau, Dr. Oetker und Co.: die besten Aprilscherze im Netz, netzwelt.de, abgerufen am 06.11.2026.
  11. Wikipedia: Grubenhund (Zeitung), de.wikipedia.org, abgerufen am 06.11.2026.
  12. ORF: Ausgelacht: Aprilscherze fallen aus der Zeit, orf.at, abgerufen am 06.11.2026.
  13. SRF: April, April: Auch Corona kriegt den Aprilscherz nicht tot, srf.ch, abgerufen am 06.11.2026.
  14. 20 Minuten: Ticker: Die besten April-Scherze der Schweiz, 20min.ch, abgerufen am 06.11.2026.
  15. Deutsches Historisches Museum: Ein Beluga im Rhein? Wie ein verirrter Weißwal 1966 deutsche Umweltgeschichte schrieb, dhm.de, abgerufen am 06.11.2026.
  16. Stuttgarter Zeitung: April-Scherze aus Stuttgart und BW, stuttgarter-zeitung.de, abgerufen am 06.11.2026.