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Glossar

Was ist Aprilwetter?

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Aprilwetter ist sehr wechselhaftes Wetter, wie es im April oft vorkommt: Es ist kühl, und Sonne und blauer Himmel wechseln rasch mit Schauern, kurzen Gewittern, Graupel oder Schnee. Der Grund ist kalte Polarluft, die nach Mitteleuropa strömt, über dem schon sonnenerwärmten Land labil wird und Quellwolken bildet.

Grauer Regenschirm und Sonnenbrille auf einer nassen Parkbank, dahinter Sonne zwischen dunklen Wolken
Bild: KI-generiert

Aprilwetter nennt man Wetter, das in kurzer Zeit mehrmals umschlägt. Der Deutsche Wetterdienst beschreibt es so: Es ist recht kühl, Sonne und blauer Himmel wechseln immer wieder rasch mit Schauern und kurzen Gewittern, oft mit Schnee und Graupel, manchmal fallen auch schon einige Hagelkörner [1]. Der Name kommt daher, dass das Wetter im April besonders häufig so aussieht.

Warum der April so launisch ist

Im April treffen zwei Dinge aufeinander. Die Meere und die Polargebiete sind noch recht kalt, in höheren Lagen liegt oft noch Schnee. Die Sonne steht aber schon recht hoch und scheint jeden Tag etwas länger [1]. Dringt kalte Polarluft nach Mitteleuropa vor, wird sie tagsüber über dem Land von unten erwärmt. Die Luft wird labil, es bilden sich Quellwolken, und aus ihnen fallen die typischen Schauer [1]. Zwischen zwei Wolken kommt die Sonne durch, bis die nächste Wolke heranzieht.

Graupelschauer über einer grünen Wiese, während Sonnenstrahlen durch eine dunkle Wolke brechen
Bild: KI-generiert

Als typische Wetterlage nennt der Wetterdienst ein stabiles Hochdruckgebiet über Nordwesteuropa, während gleichzeitig ein Tief über Skandinavien liegt [1]. In dieser Lage kommt die kalte Luft besonders oft zu uns.

Ist der April noch so wie früher?

Ganz so verlässlich launisch ist der Monat nicht mehr. Der Wetterdienst merkt an, dass die Witterung im April seit der letzten Jahrhundertwende teilweise eher an den Frühsommer erinnerte als an die typischen Wintereinbrüche [1]. Dazu passen eine früher beginnende Vegetationszeit und Jahre, in denen die sogenannten Eisheiligen in der ersten Maihälfte ausblieben. Ob das eine Folge des Klimawandels ist, muss laut DWD noch untersucht werden [1].

Beispiel: ein Apriltag im Park

Ein typischer Apriltag kann so verlaufen: Am Morgen ist der Himmel klar, gegen Mittag zieht eine dunkle Wolke auf, ein paar Minuten lang prasselt Graupel auf den Rasen, danach scheint wieder die Sonne. Wer im April länger draußen ist, packt deshalb Regenjacke und Sonnenbrille ein. Das Wörterbuch führt "heute ist richtiges Aprilwetter" als Beispielsatz und nennt launisch, nasskalt und unbeständig als typische Begleiter des Wortes [2]. Den Spruch dazu kennt das DWDS in der Form "April, April, der weiß nicht, was er will" [3].

Mit dem Aprilscherz hat das Wetter nur den Monat gemeinsam. Für Streiche im Freien lohnt aber ein Blick auf die Vorhersage, bevor du Straßenkreide oder Zettel im Garten verteilst, denn ein kräftiger Schauer spült beides schnell weg. Ideen dafür sammelt die Seite Aprilscherze für draußen.

Verwandte Begriffe

Woher der Monatsname kommt, erklärt der Eintrag April. Der Ausruf, mit dem du am 1. April einen Scherz auflöst, steht unter "April, April!".

Auch genannt: Aprilwetters

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Gibt es Aprilwetter auch im März oder Mai?

Ja. Gemeint ist die Art des Wetters, nicht das Datum. Der Deutsche Wetterdienst spricht allgemein von Wetterperioden mit extrem wechselhaftem Wetter, die im April nur besonders oft vorkommen.

Wie schreibt man Aprilwetter?

Zusammen und groß, als ein Wort: das Aprilwetter, des Aprilwetters. Einen Plural gibt es, er wird aber selten gebraucht.

Quellen

  1. Deutscher Wetterdienst: Wetter- und Klimalexikon: Aprilwetter, dwd.de, abgerufen am 06.11.2026.
  2. DWDS, Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: Aprilwetter, dwds.de, abgerufen am 06.11.2026.
  3. DWDS, Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: April, dwds.de, abgerufen am 06.11.2026.