Was ist ein Easter Egg?
Ein Easter Egg ist eine versteckte Überraschung in Software, Computerspielen, Filmen oder auf Websites, etwa ein geheimer Raum, ein Bild oder ein Witz, den man nur mit einer bestimmten Eingabe findet. Als eines der ersten bekannten Beispiele gilt der versteckte Name des Entwicklers Warren Robinett im Atari-Spiel Adventure. Mit Ostern hat der Begriff nur das Suchen gemeinsam.

Ein Easter Egg ist eine versteckte Überraschung in Software, Computerspielen, Filmen oder auf Websites. Wer weiß, wo er suchen muss, findet etwa einen geheimen Raum, ein verstecktes Bild oder einen Witz der Entwickler. Der englische Begriff bedeutet "Osterei" [1].
Wie das erste bekannte Easter Egg entstand
Als eines der ersten bekannten Easter Eggs in Computerspielen gilt ein geheimer Raum im Spiel Adventure für die Konsole Atari 2600 [1]. Der Entwickler Warren Robinett hatte dort seinen Namen versteckt, nach der deutschsprachigen Wikipedia im Jahr 1978 [1]. Auf den Markt kam das Spiel nach der englischsprachigen Wikipedia 1980 [2]. Atari nannte damals keine Entwickler in seinen Spielen, unter anderem, damit die Konkurrenz sie nicht abwarb [2].

Der Weg in den Raum ist umständlich. Man muss einen einzelnen grauen Bildpunkt finden, der in einer verschlossenen Kammer unter dem schwarzen Schloss liegt, und ihn mit mindestens zwei anderen Gegenständen an eine bestimmte Stelle bringen. Dann lässt sich eine Wand durchqueren, und dahinter steht in wechselnden Farben "Created by Warren Robinett" [2].
Entdeckt hat das ein 15-Jähriger aus Salt Lake City, der an Atari schrieb. Weil ein neuer Speicherchip rund 10.000 Dollar gekostet hätte, ließ Atari den Raum im Spiel. Steve Wright, der bei Atari die Softwareentwicklung der Consumer-Sparte leitete, verglich solche Verstecke mit Ostereiern, die die Spieler suchen können, und der Name blieb [2].
Beispiele aus Software, Spielen und Filmen
In Bürosoftware waren Easter Eggs lange beliebt. Die Wikipedia nennt einen versteckten Flipper in Word 97 und einen Flugsimulator über einer Fraktallandschaft in Excel 97 [1]. Später untersagte Microsoft seinen Entwicklern solche Einbauten, weil undokumentierter Code in Zeiten von Viren und Trojanern Misstrauen weckt [1]. Im Browser Firefox führen die Adressen about:mozilla und about:robots auf versteckte Seiten [1].
Bei der Google-Suche dreht sich die Ergebnisseite einmal um sich selbst, wenn man "do a barrel roll" eingibt [1]. In Filmen und Serien sind es kurze Anspielungen und Insiderwitze wie der Code A113, die man oft erst beim zweiten oder dritten Ansehen bemerkt [1].
Anders als ein AprilscherzAprilscherz Ein Aprilscherz ist ein harmloser Streich oder eine glaubhaft klingende, aber erfundene Geschichte, mit der man andere am 1. April hereinlegt. Aufgelöst wird er meist mit dem Ruf "April, April!". Im deutschen Sprachraum ist der Brauch seit dem 17. Jahrhundert belegt. Im Glossar ist ein Easter Egg an keinen Tag gebunden und legt niemanden herein. Wer es findet, merkt, dass die Macher ihm einen kleinen Spaß versteckt haben. Google ist auch für Aprilscherze bekannt, ein Beispiel ist Google TiSP.
Verwandte Begriffe
Ein Rickroll ist ebenfalls eine Überraschung im Netz, er führt den Empfänger aber mit einem Link in die Irre. Ein Running Gag ist ein Witz, der immer wiederkehrt. Kleine, harmlose Überraschungen, die man anderen versteckt, nennt man im Deutschen auch Schabernack.
Auch genannt: Easter Eggs
Verwandte Begriffe
Häufige Fragen
Warum heißt es Easter Egg?
Bei Atari verglich Steve Wright die versteckten Überraschungen mit Ostereiern, die Spieler suchen können. Der Vergleich setzte sich durch, Atari baute danach bewusst weitere Easter Eggs in seine Spiele ein.
Ist ein Easter Egg gefährlich?
In der Regel nicht. Weil versteckter Code aber auch Schadsoftware enthalten könnte, verzichten viele Hersteller von Business-Software darauf, Microsoft hat es seinen Entwicklern untersagt.
Quellen
- Wikipedia: Easter Egg, de.wikipedia.org, abgerufen am 06.11.2026.
- Wikipedia (Englisch): Adventure (Atari 2600), en.wikipedia.org, abgerufen am 06.11.2026.