Was ist ein Aprilnarr?
Ein Aprilnarr ist jemand, der am 1. April auf einen Scherz hereinfällt und sich in den April schicken lässt, etwa auf einen sinnlosen Botengang oder eine erfundene Nachricht. Das Wort entspricht dem englischen "April fool". Heute endet der Scherz mit "April, April!" und im besten Fall mit einem gemeinsamen Lachen.

Ein Aprilnarr ist ein Mensch, der auf einen AprilscherzAprilscherz Ein Aprilscherz ist ein harmloser Streich oder eine glaubhaft klingende, aber erfundene Geschichte, mit der man andere am 1. April hereinlegt. Aufgelöst wird er meist mit dem Ruf "April, April!". Im deutschen Sprachraum ist der Brauch seit dem 17. Jahrhundert belegt. Im Glossar hereingefallen ist. Das Wörterbuch DWDS erklärt das Wort mit einer Angabe aus dem Duden: Ein Aprilnarr ist jemand, der sich in den April schickenin den April schicken Jemanden in den April schicken heißt, ihn am 1. April mit einem Scherz hereinzulegen. Ursprünglich schickte man Leichtgläubige auf sinnlose Botengänge, etwa um etwas zu holen, das es nicht gibt. Im Glossar lässt [1]. Gemeint ist also der Hereingelegte.
Erklärung
Das Wort ist aus AprilApril April ist der vierte Monat des Jahres und hat 30 Tage. Der Name geht auf das lateinische Aprilis zurück, dessen Herkunft nicht sicher geklärt ist. Gedeutet wird er als "der zweite, folgende" Monat des altrömischen Jahres, das im März begann, oder nach lateinisch aperire, "öffnen". Am 1. April sind Aprilscherze Brauch. Im Glossar und Narr zusammengesetzt. Es ist männlich, der Genitiv und die Mehrzahl heißen Aprilnarren [1]. Im Alltag sagt man oft auch einfach, jemand sei in den April geschickt worden.
Der Narr ist hier jemand, der zum Narren gehalten wird, also leichtgläubig etwas tut oder glaubt, das nicht stimmt. Früher bestand der Scherz oft aus einem Botengang. Einen alten deutschen Spruch dazu fand der Forscher Alex Boese in Notizen eines Straßburger Glasers aus der Zeit vor etwa 1625: Am ersten Tag des April schicke man die Narren, wohin man wolle [2]. Ein Flugblatt von 1631 oder 1632 zeigte den Feldherrn Tilly als Aprilnarren auf dem Weg nach Rom [2].
Im Englischen heißt der Hereingelegte "April fool". In Großbritannien gilt dabei eine Regel, die den Spieß umdreht: Wer nach zwölf Uhr mittags noch einen StreichStreich Ein Streich ist eine Handlung aus Übermut, mit der man jemanden neckt oder hereinlegt, etwa Salz in der Zuckerdose oder ein Zettel unter der Computermaus. Ursprünglich bedeutete das Wort Hieb oder Schlag. Ein guter Streich ist harmlos und schnell aufgelöst, am Ende lacht auch der Hereingelegte. Am 1. Im Glossar spielt, ist selbst der April fool [3]. In Frankreich nennt man den Aprilnarren "Poisson d'avrilPoisson d'avril Poisson d'avril heißt auf Französisch "Aprilfisch" und ist der französische Name für den Aprilscherz. Am 1. April klebt man jemandem heimlich einen Papierfisch auf den Rücken. Die Wendung steht schon 1508 in einem Gedicht von Eloy d'Amerval, ob sie dort den 1. April meint, ist aber unklar. Im Glossar", also Aprilfisch [4].
Beispiel
Eine Kollegin bittet den Neuen im Team, aus dem Lager das Kistenmaß für die Kaffeemaschine zu holen. Er läuft los, sucht und fragt im Lager nach. Als er zurückkommt, ruft das Team "April, AprilApril, April Mit "April, April!" löst man in Deutschland einen Aprilscherz auf. Der Ruf kommt gleich, nachdem jemand den Scherz geglaubt hat, und zeigt, dass alles nur Spaß war. Das Wörterbuch DWDS beschreibt ihn als umgangssprachlichen Ausruf der Schadenfreude. Auf Englisch ruft man "April fool!". Im Glossar!", und er ist der Aprilnarr des Tages. Damit er es nicht lange bleibt, gibt es gleich danach einen frischen Kaffee für ihn. Solche Botengänge mit erfundenen Dingen sind der älteste Weg, jemanden zum Aprilnarren zu machen. In London schickte man Leichtgläubige schon im 17. Jahrhundert zum Tower, um die Löwen beim Waschen zu sehen [4].

Wichtig ist, dass der Aprilnarr am Ende mitlacht. Wer ihn vor anderen lange vorführt, macht aus einem Scherz eine Bloßstellung. Hilfreich ist eine kleine Wiedergutmachung: ein Keks, ein Kaffee oder das Versprechen, dass der Aprilnarr im nächsten Jahr den ersten Streich spielen darf. So wird aus dem Hereingelegten schnell wieder ein Mitspieler.
Verwandte Begriffe
Der Scherz selbst ist ein Aprilscherz, die Tätigkeit heißt in den April schicken und der Ruf zur Auflösung "April, April!". Den englischen April fool und seinen Tag erklärt der Eintrag zum April Fools' Day. Das Sinnbild des Narren ist die Narrenkappe mit ihren Glöckchen.
Auch genannt: Aprilnarren
Verwandte Begriffe
Häufige Fragen
Ist ein Aprilnarr der, der den Scherz macht?
Nein, Aprilnarr ist der Hereingelegte. Wer den Scherz macht, schickt den anderen in den April.
Ist es schlimm, ein Aprilnarr zu sein?
Nein. Auf einen guten Aprilscherz fällt fast jeder einmal herein, und wer mitlacht, hat den Tag auf seiner Seite.
Quellen
- DWDS, Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: Aprilnarr, dwds.de, abgerufen am 06.11.2026.
- Museum of Hoaxes: What's the earliest German reference to April Fool's Day?, hoaxes.org, abgerufen am 06.11.2026.
- Historic UK: April Fools' Day, 1st April, historic-uk.com, abgerufen am 06.11.2026.
- Museum of Hoaxes: The Origin of April Fool's Day, hoaxes.org, abgerufen am 06.11.2026.