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Glossar

Was ist ein Aprilnarr?

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Ein Aprilnarr ist jemand, der am 1. April auf einen Scherz hereinfällt und sich in den April schicken lässt, etwa auf einen sinnlosen Botengang oder eine erfundene Nachricht. Das Wort entspricht dem englischen "April fool". Heute endet der Scherz mit "April, April!" und im besten Fall mit einem gemeinsamen Lachen.

Eine bunte Narrenkappe mit kleinen Glöckchen hängt an einem Garderobenhaken aus Holz im hellen Flur
Bild: KI-generiert

Ein Aprilnarr ist ein Mensch, der auf einen Aprilscherz hereingefallen ist. Das Wörterbuch DWDS erklärt das Wort mit einer Angabe aus dem Duden: Ein Aprilnarr ist jemand, der sich in den April schicken lässt [1]. Gemeint ist also der Hereingelegte.

Erklärung

Das Wort ist aus April und Narr zusammengesetzt. Es ist männlich, der Genitiv und die Mehrzahl heißen Aprilnarren [1]. Im Alltag sagt man oft auch einfach, jemand sei in den April geschickt worden.

Der Narr ist hier jemand, der zum Narren gehalten wird, also leichtgläubig etwas tut oder glaubt, das nicht stimmt. Früher bestand der Scherz oft aus einem Botengang. Einen alten deutschen Spruch dazu fand der Forscher Alex Boese in Notizen eines Straßburger Glasers aus der Zeit vor etwa 1625: Am ersten Tag des April schicke man die Narren, wohin man wolle [2]. Ein Flugblatt von 1631 oder 1632 zeigte den Feldherrn Tilly als Aprilnarren auf dem Weg nach Rom [2].

Im Englischen heißt der Hereingelegte "April fool". In Großbritannien gilt dabei eine Regel, die den Spieß umdreht: Wer nach zwölf Uhr mittags noch einen Streich spielt, ist selbst der April fool [3]. In Frankreich nennt man den Aprilnarren "Poisson d'avril", also Aprilfisch [4].

Beispiel

Eine Kollegin bittet den Neuen im Team, aus dem Lager das Kistenmaß für die Kaffeemaschine zu holen. Er läuft los, sucht und fragt im Lager nach. Als er zurückkommt, ruft das Team "April, April!", und er ist der Aprilnarr des Tages. Damit er es nicht lange bleibt, gibt es gleich danach einen frischen Kaffee für ihn. Solche Botengänge mit erfundenen Dingen sind der älteste Weg, jemanden zum Aprilnarren zu machen. In London schickte man Leichtgläubige schon im 17. Jahrhundert zum Tower, um die Löwen beim Waschen zu sehen [4].

Ein leerer Weidenkorb zum Einkaufen steht auf dem Gehweg vor einer schlichten hölzernen Ladentür
Bild: KI-generiert

Wichtig ist, dass der Aprilnarr am Ende mitlacht. Wer ihn vor anderen lange vorführt, macht aus einem Scherz eine Bloßstellung. Hilfreich ist eine kleine Wiedergutmachung: ein Keks, ein Kaffee oder das Versprechen, dass der Aprilnarr im nächsten Jahr den ersten Streich spielen darf. So wird aus dem Hereingelegten schnell wieder ein Mitspieler.

Verwandte Begriffe

Der Scherz selbst ist ein Aprilscherz, die Tätigkeit heißt in den April schicken und der Ruf zur Auflösung "April, April!". Den englischen April fool und seinen Tag erklärt der Eintrag zum April Fools' Day. Das Sinnbild des Narren ist die Narrenkappe mit ihren Glöckchen.

Auch genannt: Aprilnarren

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Ist ein Aprilnarr der, der den Scherz macht?

Nein, Aprilnarr ist der Hereingelegte. Wer den Scherz macht, schickt den anderen in den April.

Ist es schlimm, ein Aprilnarr zu sein?

Nein. Auf einen guten Aprilscherz fällt fast jeder einmal herein, und wer mitlacht, hat den Tag auf seiner Seite.

Quellen

  1. DWDS, Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: Aprilnarr, dwds.de, abgerufen am 06.11.2026.
  2. Museum of Hoaxes: What's the earliest German reference to April Fool's Day?, hoaxes.org, abgerufen am 06.11.2026.
  3. Historic UK: April Fools' Day, 1st April, historic-uk.com, abgerufen am 06.11.2026.
  4. Museum of Hoaxes: The Origin of April Fool's Day, hoaxes.org, abgerufen am 06.11.2026.