Was ist ein Deepfake?
Ein Deepfake ist ein mit künstlicher Intelligenz gefälschtes Video, Bild oder Tonstück, das echt wirkt. Die Verfahren beruhen auf tiefen neuronalen Netzen und können Menschen Worte in den Mund legen, die sie nie gesagt haben. Für Aprilscherze sind Deepfakes echter Personen tabu, weil sie täuschen, bloßstellen und den Ruf eines Menschen schädigen können.

Ein Deepfake ist eine Fälschung, die mit künstlicher Intelligenz hergestellt wird: ein Video, ein Bild, eine Stimme oder ein Text, der echt wirkt und es nicht ist. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beschreibt damit Verfahren, mit denen sich mediale Identitäten manipulieren lassen. Umgangssprachlich heißen sie so, weil sie auf tiefen neuronalen Netzen beruhen [1].
Wie Deepfakes entstehen
Das BSI unterscheidet mehrere Verfahren [1]. Beim Face Swapping wird das Gesicht einer Person in ein anderes Video gesetzt, Mimik und Blickrichtung bleiben erhalten. Beim Face Reenactment steuert jemand Kopfbewegungen, Mimik oder Lippen einer Person, sodass sie scheinbar Dinge sagt, die sie nie gesagt hat. Programme können außerdem Gesichter von Menschen erzeugen, die es gar nicht gibt.
Bei Stimmen gibt es zwei Wege. Text-to-Speech macht aus einem geschriebenen Text Sprache in der Stimme einer bestimmten Person, Voice Conversion verwandelt eine vorhandene Aufnahme in diese Stimme, der Inhalt bleibt derselbe. Auch Texte schreiben neuronale Netze inzwischen so, dass man sie auf den ersten Blick kaum von menschlichen unterscheidet [1].
Woran du einen Deepfake erkennen kannst
Ganz sicher geht das nicht, aber das BSI nennt typische Fehler [1]. Bei Gesichtern sind es sichtbare Übergänge am Rand des Gesichts, wechselnde Hautfarbe, verwaschene Zähne oder Augen, wenig Mimik und eine Beleuchtung, die nicht zur Umgebung passt. Gefälschte Stimmen klingen oft metallisch und eintönig, sprechen Fremdwörter falsch aus oder antworten mit spürbarer Verzögerung. Auch Software irrt: In der Deepfake Detection Challenge von 2020 erreichte selbst das beste Erkennungsmodell im Durchschnitt nur 65,18 Prozent Genauigkeit, wo reines Raten 50 Prozent erreichen würde [1].

Warum Deepfakes für Aprilscherze tabu sind
Ein AprilscherzAprilscherz Ein Aprilscherz ist ein harmloser Streich oder eine glaubhaft klingende, aber erfundene Geschichte, mit der man andere am 1. April hereinlegt. Aufgelöst wird er meist mit dem Ruf "April, April!". Im deutschen Sprachraum ist der Brauch seit dem 17. Jahrhundert belegt. Im Glossar lebt davon, dass er aufgelöst wird und alle mitlachen. Ein gefälschtes Video, in dem etwa die Chefin eine erfundene Ankündigung macht, legt einem echten Menschen Worte in den Mund. Es kann weitergeleitet werden, lange nachdem du "April, AprilApril, April Mit "April, April!" löst man in Deutschland einen Aprilscherz auf. Der Ruf kommt gleich, nachdem jemand den Scherz geglaubt hat, und zeigt, dass alles nur Spaß war. Das Wörterbuch DWDS beschreibt ihn als umgangssprachlichen Ausruf der Schadenfreude. Auf Englisch ruft man "April fool!". Im Glossar!" gesagt hast, und dann weiß niemand mehr, dass es ein Scherz war. Das BSI zählt Verleumdung und Desinformation zu den Gefahren, weil erfundene Aussagen den Ruf einer Person nachhaltig schädigen können [1].
Unsere Grundsätze schließen Bloßstellung und Aufnahmen ohne Einverständnis aus. Deepfakes echter Menschen gehören deshalb nie zu einem StreichStreich Ein Streich ist eine Handlung aus Übermut, mit der man jemanden neckt oder hereinlegt, etwa Salz in der Zuckerdose oder ein Zettel unter der Computermaus. Ursprünglich bedeutete das Wort Hieb oder Schlag. Ein guter Streich ist harmlos und schnell aufgelöst, am Ende lacht auch der Hereingelegte. Am 1. Im Glossar, auch nicht mit Freunden. Was rechtlich rund um den 1. AprilApril April ist der vierte Monat des Jahres und hat 30 Tage. Der Name geht auf das lateinische Aprilis zurück, dessen Herkunft nicht sicher geklärt ist. Gedeutet wird er als "der zweite, folgende" Monat des altrömischen Jahres, das im März begann, oder nach lateinisch aperire, "öffnen". Am 1. April sind Aprilscherze Brauch. Im Glossar gilt, fasst die Seite Aprilscherze und Recht zusammen, im Einzelfall hilft eine Anwältin oder ein Anwalt.
Beispiel: Bilder ohne echte Menschen
Wenn du am 1. April mit Bildern spielen willst, nimm Dinge statt Personen. Ein gebastelter Kuchen, der aussieht wie ein Schwamm, oder ein Foto vom Garten mit einem aufgeblasenen Plastikflamingo täuscht über keinen Menschen. Sag beim Auflösen dazu, dass das Bild ein Scherz war, damit es nicht ohne diesen Hinweis weiterwandert.
Verwandte Begriffe
Absichtlich falsche Nachrichten heißen allgemein Fake News. Wie du eine verdächtige Meldung prüfst, erklärt der Eintrag Faktencheck. Was beim Zeigen echter Menschen gilt, steht unter Recht am eigenen Bild.
Auch genannt: Deepfakes, Deep Fake
Verwandte Begriffe
Häufige Fragen
Ist jedes KI-Bild ein Deepfake?
Nein. Das BSI spricht von Deepfakes, wenn mediale Identitäten manipuliert werden, also Gesichter, Stimmen oder Texte, die einem Menschen zugeschrieben werden. Ein erzeugtes Landschaftsbild ist KI-generiert, gibt sich aber nicht als Mensch aus.
Was tue ich, wenn ich einen Deepfake von mir finde?
Sichere Datum, Adresse und einen Screenshot, melde den Beitrag beim Anbieter der Plattform und bitte Menschen, die ihn teilen, ihn zu löschen. Bei Verleumdung oder Bloßstellung hilft eine Anwältin oder ein Anwalt weiter.
Quellen
- Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI): Deepfakes: Gefahren und Gegenmaßnahmen, bsi.bund.de, abgerufen am 06.11.2026.