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Ausgabe vom Bis zum 1. April: Noch 145 Tage
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Glossar

Was ist Schabernack?

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Schabernack ist ein übermütiger, mutwilliger Streich, mit dem man jemanden neckt. Man spielt jemandem einen Schabernack oder treibt Schabernack mit ihm. Das Wort ist seit dem 14. Jahrhundert im Mittelhochdeutschen belegt und bezeichnete damals auch einen rauen Winterhut. Woher es stammt, ist bis heute nicht geklärt.

Kinderhände kleben Wackelaugen auf Äpfel und Bananen in einer weißen Obstschale auf dem Küchentisch
Bild: KI-generiert

Schabernack ist ein übermütiger Streich, mit dem du jemanden neckst oder hereinlegst. Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) erklärt das Wort als "übermütiger, mutwilliger Streich" und nennt Wendungen wie "jemandem einen Schabernack spielen" und "mit jemandem Schabernack treiben" [1]. Umgangssprachlich heißt auch ein Kind so, das ständig Streiche im Kopf hat: "du bist ein kleiner Schabernack!" [1]

Im Satz steht das Wort oft ohne Artikel. Man treibt Schabernack, so wie man Unfug treibt. Mit Artikel wird daraus der einzelne Streich, den man jemandem spielt oder antut. Wer etwas "aus Schabernack" tut, hat es aus Übermut gemacht [1].

Woher das Wort kommt

Die Herkunft ist unklar. Nach dem Etymologischen Wörterbuch von Wolfgang Pfeifer, das im DWDS steht, gibt es mittelhochdeutsch "schavernac" oder "schabernac" seit dem 14. Jahrhundert. Damals hatte das Wort zwei Bedeutungen: Es bezeichnete einen rauen Winterhut, der den Nacken reibt, und einen neckenden Streich, auch im Sinn von Hohn und Schimpf. Im 15. Jahrhundert ist die Form "schaffernack" belegt, im Mittelniederdeutschen "schavernak" für Hohn, Spott und Possenstreich [1]. An die alte Hutbedeutung erinnert ein Korpusbeleg im DWDS aus dem Jahr 2001: Der Schabernack sei "einst ein Hut, der im Winter getragen wurde" [1].

Ob "schaben" und "Nacken" darin stecken, vielleicht auch "necken", hält Pfeifer für möglich, aber nicht für gesichert. Mit einem gleich lautenden mittelhochdeutschen Wort für einen Südwein, vermutlich Wein aus Chiavenna, hat der Streich nichts zu tun. Vom Substantiv abgeleitet ist das Verb "schabernacken", schadenfroh necken [1].

Beispiel: Wackelaugen auf dem Obst

Ein typischer Schabernack ist klein und schnell vorbei. Kleb am Morgen des 1. April Wackelaugen auf die Äpfel und Bananen in der Obstschale, und beim Frühstück schaut die Familie in lauter kleine Gesichter. Nimm Augen mit ablösbaren Klebepunkten, dann sind sie nach dem ersten Lacher wieder ab. Spül die Schale vor dem Essen kurz ab. Mehr Ideen dieser Art stehen in der Anleitung Wackelaugen im Kühlschrank.

Drei Bilderrahmen hängen schief an einer hellen Wohnzimmerwand über dem Sofa, einer steht kopf
Bild: KI-generiert

Genauso harmlos ist der leise Schabernack mit den schiefen Bildern: Du drehst jedes Bild an der Wand ein paar Grad aus dem Lot und wartest, bis es jemandem auffällt.

Verwandte Begriffe

Das DWDS stellt Schabernack neben Wörter wie Ulk, Jux und Posse und nennt auch Eulenspiegelei und Schildbürgerstreich [1]. Das allgemeine Wort für eine solche Handlung ist der Streich. Schabernack am 1. April heißt Aprilscherz. Die Figur, deren Name für listige Streiche sprichwörtlich geworden ist, heißt Till Eulenspiegel.

Auch genannt: Schabernacks

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Heißt es der oder das Schabernack?

Es heißt der Schabernack. Das Wort ist männlich, man sagt also "einen Schabernack spielen".

Ist Schabernack dasselbe wie ein Aprilscherz?

Fast. Schabernack kann an jedem Tag des Jahres passieren. Ein Aprilscherz ist ein Streich oder eine erfundene Geschichte am 1. April, die mit "April, April!" aufgelöst wird.

Quellen

  1. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS): Schabernack, dwds.de, abgerufen am 06.11.2026.