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Glossar

Was bedeutet foppen?

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Foppen heißt, jemanden zum Spaß zu necken oder hereinzulegen, etwa mit einer erfundenen Geschichte. Im Sinn von "schwindeln, lügen" ist das Wort seit dem 15. Jahrhundert bezeugt, die heutige Bedeutung "necken, veralbern" seit dem 17. Jahrhundert. Es stammt wahrscheinlich aus der Gaunersprache und klingt heute etwas altmodisch.

Zwei weiße Tassen auf einem Holztisch, auf eine sind zwei Wackelaugen geklebt
Bild: KI-generiert

Foppen heißt, jemanden zum Spaß zu necken oder hereinzulegen. Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) erklärt es mit necken, hänseln und zum Besten haben und ordnet es der Umgangssprache zu [1]. Wer gefoppt wird, glaubt für einen Moment etwas Falsches oder ärgert sich über eine Neckerei, bis er den Spaß bemerkt.

Woher das Wort kommt

Die Herkunft ist nicht geklärt. Nach dem Etymologischen Wörterbuch von Wolfgang Pfeifer, das im DWDS steht, stammt foppen wahrscheinlich aus der Gaunersprache. Möglich ist ein Zusammenhang mit dem englischen "to fob" (betrügen) und dem mittelenglischen "fobbe" (Betrüger) [1].

Geöffnete alte Spieluhr aus Holz mit sichtbarem Messingwerk auf einem Nachttisch
Bild: KI-generiert

Die Bedeutung ist mit der Zeit milder geworden. Im 15. Jahrhundert ist foppen zuerst im Sinn von "schwindeln, lügen" bezeugt, die heutige Bedeutung "necken, veralbern" ist seit dem 17. Jahrhundert belegt. Noch älter sind die Wörter für die Leute, die das tun: "fopperin" aus dem 14. Jahrhundert und "fopper" aus der Mitte des 15. Jahrhunderts [1].

Aus dem Verb sind weitere Wörter entstanden. Das DWDS führt auch die Fopperei auf, eine Wortbildung mit foppen als erstem Teil [1]. Im Textkorpus des DWDS finden sich Belege aus Zeitungen wie der Süddeutschen Zeitung und der Zeit aus den Jahren 1996 bis 2002, das Wort ist also auch in der Gegenwart noch in Gebrauch [1].

Beispiel und Gebrauch heute

Das DWDS führt Wendungen an wie jemanden ein wenig oder unaufhörlich foppen, jemanden mit übermütigen Worten oder mit einem Spitznamen foppen [1]. Heute klingt das Wort ein wenig altmodisch und eher freundlich. Es passt zu kleinen Streichen, die niemandem schaden. Wer am 1. April Wackelaugen auf die Lebensmittel im Kühlschrank klebt, foppt die Familie beim Frühstück; die Anleitung steht unter Wackelaugen im Kühlschrank. Ebenso gut funktioniert eine kleine erfundene Geschichte, die niemandem Sorgen macht, etwa dass die Bäckerei ab morgen nur noch eckige Brötchen backt. Lös sie nach ein paar Minuten auf.

Auf den Ton kommt es an. Foppen bleibt freundlich, solange der andere am Ende mitlachen kann. Zielt eine Neckerei immer wieder auf dieselbe Person oder auf einen wunden Punkt, wird daraus schnell Hänseln. Hör dann lieber auf und lös den Spaß sofort auf.

Verwandte Begriffe

Das DWDS nennt viele bedeutungsverwandte Wörter, darunter veralbern, necken, aufziehen, veräppeln, hereinlegen, verschaukeln, an der Nase herumführen und zum Narren halten [1]. Eigene Seiten im Glossar haben veräppeln, verkohlen und jemanden auf den Arm nehmen. Wer jemanden am 1. April foppt, macht einen Aprilscherz.

Auch genannt: gefoppt, Fopperei, foppt

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Ist foppen ein Schimpfwort oder unhöflich?

Nein. Das DWDS führt foppen als umgangssprachlich, es klingt heute eher altmodisch und freundlich. Gemeint ist ein Scherz, über den beide lachen können.

Was ist der Unterschied zwischen foppen und hänseln?

Das DWDS nennt hänseln als eine Bedeutung von foppen, die Wörter liegen also nah beieinander. Im Alltag klingt hänseln aber härter und meint oft wiederholten Spott auf Kosten einer Person.

Quellen

  1. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS): foppen, dwds.de, abgerufen am 06.11.2026.