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Glossar

Was ist Gelotologie?

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Gelotologie ist die Wissenschaft vom Lachen und seinen Auswirkungen auf Körper und Psyche, der Name kommt vom griechischen gelos für Lachen. Als Begründer gilt der Psychiater William F. Fry, der 1964 an der Stanford-Universität dazu forschte. Viele behauptete Wirkungen des Lachens sind bisher nur schwach durch Studien belegt.

Stethoskop liegt auf einem weißen Tisch neben einem lachenden Gesicht aus gelber Knete
Bild: KI-generiert

Gelotologie ist die Wissenschaft vom Lachen und seinen Auswirkungen auf Körper und Psyche. Der Name kommt vom griechischen Wort gelos für Lachen [1]. Die Forschung fragt zum Beispiel, warum Menschen lachen, was dabei im Körper geschieht und ob Lachen bei Schmerz oder Stress helfen kann.

Wie die Lachforschung entstand

Als Begründer gilt der Psychiater William F. Fry. Er untersuchte 1964 an der Stanford-Universität erstmals, wie sich Lachen auf körperliche Vorgänge auswirkt, und prägte den Begriff Gelotologie [1]. Die Wikipedia nennt weitere Forschende, die sich mit dem Lachen befasst haben, darunter Paul Ekman, Robert Provine, Ilona Papousek und Barbara Wild [1]. Im deutschsprachigen Raum ist Michael Titze bekannt, Dozent in Zürich und Gründungsvorsitzender des Vereins HumorCare Deutschland [1].

Was die Gelotologie untersucht

Ein Feld sind die Anlässe. Lachen kann Freude zeigen, aber auch Nervosität, einen Gruß, Aggression oder sexuelle Erregung ausdrücken [1]. Ein zweites Feld sind die Wirkungen. Lachen soll die Sicht auf Probleme verändern, soziale Kontakte stärken und Stress verringern; Lee Berk untersuchte eine mögliche Stärkung des Immunsystems [1]. Ein drittes Feld ist die Anwendung: Humor wird in Psychiatrie und Psychologie therapeutisch eingesetzt. Oft zitiert wird der Journalist Norman Cousins, der in seiner Autobiografie beschreibt, wie ihm Lachen gegen Schmerzen geholfen habe [1].

Weißer Laborkittel an einem Wandhaken, daneben sitzt eine gelbe Gummiente auf einem Regal
Bild: KI-generiert

Diese Aussagen sind vorläufig. Nach der Wikipedia gibt es nur sehr wenige Studien, die Wirkung von Humor- und Lachtherapie wird oft überschätzt, und eine abschließende Bewertung ist derzeit nicht möglich. Eine Schweizer Pilotstudie zu Alzheimer und Depression fand keine statistisch signifikanten Effekte [1]. Wer liest, dass Lachen gesund macht, sollte deshalb nachsehen, auf welche Studie sich die Aussage stützt.

Beispiel: Clowns im Krankenhaus

Aus der Gelotologie sind die Klinikclowns hervorgegangen, die oft Clown-Doktoren heißen. Sie sprechen sich mit Ärztinnen und Ärzten über die Patienten ab, muntern diese auf und lockern die oft triste Stimmung auf den Stationen. Es gibt sie vor allem in den USA und in Europa [1].

Für den 1. April ist die Lachforschung eher Hintergrund. Warum ein bestimmter Streich lustig wirkt, versuchen die Humortheorien zu erklären. Einen Überblick über beide Seiten gibt die Seite Psychologie der Aprilscherze.

Verwandte Begriffe

Zu den bekannten Humortheorien gehören die Inkongruenztheorie, nach der wir über gebrochene Erwartungen lachen, und die Entlastungstheorie, die Lachen als Ventil für Spannung deutet. Wenn jemand über das Missgeschick eines anderen lacht, spricht man von Schadenfreude.

Auch genannt: Lachforschung

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Ist Lachen nachweislich gesund?

Das ist weniger gut belegt, als oft behauptet wird. Es gibt nur wenige Studien, und eine Schweizer Pilotstudie zu Alzheimer und Depression fand keine signifikanten Effekte. Eine abschließende Bewertung steht noch aus.

Wer hat die Gelotologie begründet?

Als Begründer gilt der Psychiater William F. Fry. Er erforschte 1964 an der Stanford-Universität, wie Lachen auf körperliche Vorgänge wirkt, und prägte den Namen des Fachs.

Quellen

  1. Wikipedia: Gelotologie, de.wikipedia.org, abgerufen am 06.11.2026.