Was ist ein Prank?
Prank ist ein englisches Wort für Streich und steht im Duden als umgangssprachliches Substantiv: der Prank, die Pranks. Im Deutschen meint es meist Streiche, die gefilmt und im Netz gezeigt werden. Wer dabei echte Menschen zeigt, braucht vor dem Veröffentlichen ihre Einwilligung, so verlangt es das Recht am eigenen Bild.

Ein Prank ist ein StreichStreich Ein Streich ist eine Handlung aus Übermut, mit der man jemanden neckt oder hereinlegt, etwa Salz in der Zuckerdose oder ein Zettel unter der Computermaus. Ursprünglich bedeutete das Wort Hieb oder Schlag. Ein guter Streich ist harmlos und schnell aufgelöst, am Ende lacht auch der Hereingelegte. Am 1. Im Glossar, ein Scherz oder ein Spaß auf Kosten eines anderen. Das Wort kommt aus dem Englischen und steht im Duden als umgangssprachliches Substantiv mit männlichem Artikel: der Prank, des Pranks, die Pranks [1]. Im deutschen Alltag hörst du es vor allem dort, wo Streiche gefilmt und als Video gezeigt werden.
Woher das Wort kommt und wie man es benutzt
Der Duden gibt als Bedeutung "Streich, Scherz, Spaß" an und nennt Scherz, Spaß, Streich und UlkUlk Ulk ist ein Spaß oder lustiger Unfug, ursprünglich mit dem Beiklang von Lärm. Man macht einen Ulk, treibt seinen Ulk mit jemandem oder tut etwas nur aus Ulk, also nicht ernst gemeint. Das Wort ist seit dem 17. Jahrhundert bezeugt, stammt aus nieder- und mitteldeutschen Mundarten und wurde im 19. Im Glossar als Synonyme. Ausgesprochen wird es wie im Englischen, etwa "Pränk". Als Beispiel führt das Wörterbuch Sätze wie "die witzigsten Pranks zum Nachmachen" an [1]. Das Beispiel passt zu dem Ort, an dem das Wort meist auftaucht: in Überschriften von Videos und in den Kommentaren darunter.
Inhaltlich unterscheidet sich ein Prank kaum vom Streich. Der Unterschied liegt eher im Ton. Wer "Prank" sagt, denkt oft an eine Aktion, die jemand für die Kamera plant und hinterher zeigt, während "Streich" auch der Zettel unter der Maus sein kann, den nie jemand filmt.
Prank-Videos und das Recht am eigenen Bild
Sobald ein Prank aufgenommen und gezeigt wird, geht es um mehr als Spaß. Nach § 22 des Kunsturhebergesetzes dürfen Bildnisse nur mit Einwilligung der abgebildeten Person verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden [2]. Ein Video, in dem jemand erschrickt oder hereinfällt, gehört dazu. § 23 nennt Ausnahmen, etwa für Bilder aus der Zeitgeschichte oder von Versammlungen, und auch sie gelten nicht, wenn ein berechtigtes Interesse der gezeigten Person verletzt wird [3].
Für dich heißt das: Frag nach dem Streich, ob du das Video zeigen darfst, und lösch es, wenn die Antwort nein ist. Das gilt auch für den Familienchat. Unsere Grundsätze gehen noch weiter und schließen Aufnahmen ohne Einverständnis ganz aus. Was rechtlich rund um den 1. AprilApril April ist der vierte Monat des Jahres und hat 30 Tage. Der Name geht auf das lateinische Aprilis zurück, dessen Herkunft nicht sicher geklärt ist. Gedeutet wird er als "der zweite, folgende" Monat des altrömischen Jahres, das im März begann, oder nach lateinisch aperire, "öffnen". Am 1. April sind Aprilscherze Brauch. Im Glossar gilt, fasst die Seite Aprilscherze und Recht zusammen; im Einzelfall hilft eine Anwältin oder ein Anwalt.
Beispiel: das Furzkissen vor der Kamera
Ein typischer Prank ist das Furzkissen unter dem Sofakissen und das Geräusch im Moment des Hinsetzens. Gefilmt wird nur, wenn die Person einverstanden ist, sonst bleibt das Handy aus. Lustig bleibt das, wenn alle Beteiligten mitlachen und selbst entscheiden, ob die Aufnahme jemand anderes zu sehen bekommt. Wie du den Klassiker aufbaust, steht in der Anleitung Furzkissen.

Verwandte Begriffe
Das deutsche Grundwort ist der Streich. Im Englischen gibt es daneben den Ausdruck Practical Joke. Gefilmte Streiche an Fremden kennt das Fernsehen schon lange als versteckte Kameraversteckte Kamera Versteckte Kamera nennt man Fernsehformate, in denen ahnungslose Menschen in gestellte, seltsame Situationen geraten und dabei heimlich gefilmt werden. Vorbild ist die US-Sendung Candid Camera von Allen Funt, die 1948 ins Fernsehen kam. In Deutschland läuft "Verstehen Sie Spaß?" seit 1980 in der ARD. Im Glossar, und die rechtliche Seite erklärt der Eintrag Recht am eigenen BildRecht am eigenen Bild Das Recht am eigenen Bild bedeutet, dass Fotos und Videos, auf denen jemand zu erkennen ist, nur mit dessen Einwilligung verbreitet oder öffentlich gezeigt werden dürfen. Geregelt ist es in Paragraf 22 des Kunsturhebergesetzes. Im Glossar.
Auch genannt: Pranks
Verwandte Begriffe
Häufige Fragen
Heißt es der Prank oder das Prank?
Der Duden führt das Wort als Maskulinum: der Prank, Plural die Pranks. "Das Prank" ist im Wörterbuch nicht vorgesehen.
Darf ich ein Prank-Video ohne Erlaubnis hochladen?
Meist nicht. Bildnisse dürfen nach § 22 Kunsturhebergesetz grundsätzlich nur mit Einwilligung der gezeigten Person verbreitet werden, Ausnahmen nennt § 23. Frag also vorher und lade nichts hoch, wenn jemand ablehnt.
Quellen
- Duden: Prank, der, duden.de, abgerufen am 06.11.2026.
- Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de: § 22 KunstUrhG, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 06.11.2026.
- Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de: § 23 KunstUrhG, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 06.11.2026.