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Glossar

Was ist ein Prank?

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Prank ist ein englisches Wort für Streich und steht im Duden als umgangssprachliches Substantiv: der Prank, die Pranks. Im Deutschen meint es meist Streiche, die gefilmt und im Netz gezeigt werden. Wer dabei echte Menschen zeigt, braucht vor dem Veröffentlichen ihre Einwilligung, so verlangt es das Recht am eigenen Bild.

Ausgeschaltetes Smartphone auf einem kleinen Stativ, davor ein graues Sofa mit einem rosa Furzkissen
Bild: KI-generiert

Ein Prank ist ein Streich, ein Scherz oder ein Spaß auf Kosten eines anderen. Das Wort kommt aus dem Englischen und steht im Duden als umgangssprachliches Substantiv mit männlichem Artikel: der Prank, des Pranks, die Pranks [1]. Im deutschen Alltag hörst du es vor allem dort, wo Streiche gefilmt und als Video gezeigt werden.

Woher das Wort kommt und wie man es benutzt

Der Duden gibt als Bedeutung "Streich, Scherz, Spaß" an und nennt Scherz, Spaß, Streich und Ulk als Synonyme. Ausgesprochen wird es wie im Englischen, etwa "Pränk". Als Beispiel führt das Wörterbuch Sätze wie "die witzigsten Pranks zum Nachmachen" an [1]. Das Beispiel passt zu dem Ort, an dem das Wort meist auftaucht: in Überschriften von Videos und in den Kommentaren darunter.

Inhaltlich unterscheidet sich ein Prank kaum vom Streich. Der Unterschied liegt eher im Ton. Wer "Prank" sagt, denkt oft an eine Aktion, die jemand für die Kamera plant und hinterher zeigt, während "Streich" auch der Zettel unter der Maus sein kann, den nie jemand filmt.

Prank-Videos und das Recht am eigenen Bild

Sobald ein Prank aufgenommen und gezeigt wird, geht es um mehr als Spaß. Nach § 22 des Kunsturhebergesetzes dürfen Bildnisse nur mit Einwilligung der abgebildeten Person verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden [2]. Ein Video, in dem jemand erschrickt oder hereinfällt, gehört dazu. § 23 nennt Ausnahmen, etwa für Bilder aus der Zeitgeschichte oder von Versammlungen, und auch sie gelten nicht, wenn ein berechtigtes Interesse der gezeigten Person verletzt wird [3].

Für dich heißt das: Frag nach dem Streich, ob du das Video zeigen darfst, und lösch es, wenn die Antwort nein ist. Das gilt auch für den Familienchat. Unsere Grundsätze gehen noch weiter und schließen Aufnahmen ohne Einverständnis ganz aus. Was rechtlich rund um den 1. April gilt, fasst die Seite Aprilscherze und Recht zusammen; im Einzelfall hilft eine Anwältin oder ein Anwalt.

Beispiel: das Furzkissen vor der Kamera

Ein typischer Prank ist das Furzkissen unter dem Sofakissen und das Geräusch im Moment des Hinsetzens. Gefilmt wird nur, wenn die Person einverstanden ist, sonst bleibt das Handy aus. Lustig bleibt das, wenn alle Beteiligten mitlachen und selbst entscheiden, ob die Aufnahme jemand anderes zu sehen bekommt. Wie du den Klassiker aufbaust, steht in der Anleitung Furzkissen.

Rosa Furzkissen auf der Sitzfläche eines Holzstuhls in einem hellen Wohnzimmer
Bild: KI-generiert

Verwandte Begriffe

Das deutsche Grundwort ist der Streich. Im Englischen gibt es daneben den Ausdruck Practical Joke. Gefilmte Streiche an Fremden kennt das Fernsehen schon lange als versteckte Kamera, und die rechtliche Seite erklärt der Eintrag Recht am eigenen Bild.

Auch genannt: Pranks

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Heißt es der Prank oder das Prank?

Der Duden führt das Wort als Maskulinum: der Prank, Plural die Pranks. "Das Prank" ist im Wörterbuch nicht vorgesehen.

Darf ich ein Prank-Video ohne Erlaubnis hochladen?

Meist nicht. Bildnisse dürfen nach § 22 Kunsturhebergesetz grundsätzlich nur mit Einwilligung der gezeigten Person verbreitet werden, Ausnahmen nennt § 23. Frag also vorher und lade nichts hoch, wenn jemand ablehnt.

Quellen

  1. Duden: Prank, der, duden.de, abgerufen am 06.11.2026.
  2. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de: § 22 KunstUrhG, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 06.11.2026.
  3. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de: § 23 KunstUrhG, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 06.11.2026.