Was bedeutet "Pesce d'aprile"?
Pesce d'aprile heißt "Aprilfisch" und ist der italienische Name für den Aprilscherz. Gemeint sind die Streiche und Falschmeldungen am 1. April. Kinder heften anderen heimlich einen Fisch aus Papier an den Rücken, wie in Frankreich beim Poisson d'avril. Woher der Fisch im Namen stammt, ist ungeklärt, es gibt mehrere Erklärungen.

Pesce d'aprile bedeutet "AprilfischPoisson d'avril Poisson d'avril heißt auf Französisch "Aprilfisch" und ist der französische Name für den Aprilscherz. Am 1. April klebt man jemandem heimlich einen Papierfisch auf den Rücken. Die Wendung steht schon 1508 in einem Gedicht von Eloy d'Amerval, ob sie dort den 1. April meint, ist aber unklar. Im Glossar". So heißt in Italien der AprilscherzAprilscherz Ein Aprilscherz ist ein harmloser Streich oder eine glaubhaft klingende, aber erfundene Geschichte, mit der man andere am 1. April hereinlegt. Aufgelöst wird er meist mit dem Ruf "April, April!". Im deutschen Sprachraum ist der Brauch seit dem 17. Jahrhundert belegt. Im Glossar, also jeder StreichStreich Ein Streich ist eine Handlung aus Übermut, mit der man jemanden neckt oder hereinlegt, etwa Salz in der Zuckerdose oder ein Zettel unter der Computermaus. Ursprünglich bedeutete das Wort Hieb oder Schlag. Ein guter Streich ist harmlos und schnell aufgelöst, am Ende lacht auch der Hereingelegte. Am 1. Im Glossar und jede erfundene Geschichte am 1. AprilApril April ist der vierte Monat des Jahres und hat 30 Tage. Der Name geht auf das lateinische Aprilis zurück, dessen Herkunft nicht sicher geklärt ist. Gedeutet wird er als "der zweite, folgende" Monat des altrömischen Jahres, das im März begann, oder nach lateinisch aperire, "öffnen". Am 1. April sind Aprilscherze Brauch. Im Glossar [1]. Das Zeichen des Tages ist ein Fisch aus Papier [1].
Erklärung
Die Enzyklopädie Treccani beschrieb den Pesce d'aprile 1935 als Bezeichnung für die Scherze am ersten Apriltag, manchmal auch am 1. Mai [2]. Die Scherze bestanden damals vor allem aus falschen Botengängen und aus Bitten um Dinge, die es nicht gibt, etwa ein Seil für den Wind oder ein Rasiermesser zum Scheren von Eiern [2].
Italien und Frankreich teilen den Fisch als Zeichen des Tages, auf Französisch heißt er Poisson d'avril [1]. Woher er kommt, weiß niemand sicher. Die Zeitung Il Post nennt zwei Deutungen: Die Encyclopædia Britannica vermutet einen Zusammenhang zwischen der Leichtgläubigkeit der Hereingelegten und manchen Fischen, die sich leicht fangen lassen. Andere verweisen darauf, dass die Sonne Ende März das Sternbild der Fische verlässt [1].
Treccani führt drei ältere Erklärungen an. Nach der ersten schickte man in Florenz am 1. April einfältige Leute auf einen Platz, um Fisch zu kaufen, der dort nur als Bild zu haben war. Die zweite verweist auf einen päpstlichen Erlass, der an diesem Tag den Verzehr von Fisch verbot. Nach der dritten floh ein lothringischer Prinz zur Zeit Ludwigs XIII. schwimmend über die Meurthe [2]. Treccani entscheidet sich für keine davon.
Die Herkunft des Aprilscherzes überhaupt ist ebenso offen. Il Post nennt nach der Britannica unter anderem das Edikt von RoussillonEdikt von Roussillon Das Edikt von Roussillon erließ der französische König Karl IX. im August 1564. Ein Artikel legte den 1. Januar als Jahresbeginn für ganz Frankreich fest, vorher begann das Jahr je nach Bistum an Weihnachten, am 25. März oder an Ostern. Die oft erzählte Erklärung, der Aprilscherz sei so entstanden, ist nicht belegt. Im Glossar von 1564, mit dem Frankreich den Jahresbeginn auf den 1. Januar legte, und den Gregorianischen KalenderGregorianischer Kalender Der Gregorianische Kalender ist der heute fast weltweit verwendete Kalender. Papst Gregor XIII. führte ihn 1582 ein, um den Julianischen Kalender zu berichtigen, der sich gegenüber dem Sonnenjahr um zehn Tage verschoben hatte. Auf Donnerstag, den 4. Oktober, folgte deshalb Freitag, der 15. Oktober 1582. Im Glossar von 1582 [1].
Beispiel
Ein verbreiteter Brauch ist der Papierfisch. Kinder und Schulkameraden schneiden kleine Fische aus und heften sie anderen unbemerkt an den Rücken [1]. Der Fisch bleibt hängen, bis der Träger ihn selbst entdeckt oder jemand ihn darauf aufmerksam macht.

Wenn du das nachmachen willst, nimm Papier und einen Klebestreifen, der sich ohne Rückstände abziehen lässt, und kleb ihn nicht auf empfindliche Stoffe wie Wolle oder Seide. Spätestens zum Mittag zeigst du dem Träger seinen Fisch.
Verwandte Begriffe
Das französische Gegenstück ist der Poisson d'avril. In Polen heißt der Tag Prima aprilis. Zu den älteren Erklärungen für den Aprilscherz gehören das römische Frühlingsfest der Hilaria und das Edikt von Roussillon. Wie Italien den Tag heute begeht, steht auf unserer Seite Pesce d'aprile in Italien.
Auch genannt: pesce d'aprile, Pesci d'aprile
Verwandte Begriffe
Häufige Fragen
Wie spricht man Pesce d'aprile aus?
Ungefähr "Pesche dapríle", mit Betonung auf dem i. Das sc vor e klingt im Italienischen wie das deutsche sch.
Ist Pesce d'aprile dasselbe wie Poisson d'avril?
Beide Ausdrücke bedeuten Aprilfisch und stehen für den Aprilscherz, der eine auf Italienisch, der andere auf Französisch. Auch der Papierfisch auf dem Rücken ist in beiden Ländern bekannt.
Quellen
- Il Post: Cos'è il "pesce d'aprile", ilpost.it, abgerufen am 06.11.2026.
- Treccani, Enciclopedia Italiana (Raffaele Corso, 1935): Pesce d'aprile, treccani.it, abgerufen am 06.11.2026.