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Glossar

Was bedeutet Ulk?

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Ulk ist ein Spaß oder lustiger Unfug, ursprünglich mit dem Beiklang von Lärm. Man macht einen Ulk, treibt seinen Ulk mit jemandem oder tut etwas nur aus Ulk, also nicht ernst gemeint. Das Wort ist seit dem 17. Jahrhundert bezeugt, stammt aus nieder- und mitteldeutschen Mundarten und wurde im 19. Jahrhundert durch die Studentensprache bekannt.

Bunte Luftschlangen hängen von einer Hängelampe über dem gedeckten Frühstückstisch in der Küche
Bild: KI-generiert

Ulk ist ein Spaß oder lustiger Unfug. Das DWDS erklärt das Wort als "(lärmender) Spaß, lustiger Unfug" [1]. Wer etwas aus Ulk sagt oder tut, meint es nicht ernst und will andere zum Lachen bringen oder ein wenig necken.

So wird Ulk gebraucht

Das Wort steht fast immer in der Einzahl, die seltene Mehrzahl heißt Ulke [1]. Typische Wendungen nennt das DWDS gleich mit: einen Ulk machen, seinen Ulk mit jemandem treiben, sich einen Ulk erlauben und etwas nur aus Ulk sagen oder tun [1]. Ein Ulk kann also ein einzelner Scherz sein oder eine ganze Spaßaktion. Im Satz klingt das etwa so: "Das war doch nur ein Ulk, nimm es nicht so ernst." Oder: "Die Klasse hat sich zum Abschied einen Ulk mit dem Hausmeister erlaubt."

Aus Ulk sind weitere Wörter entstanden. Das Verb ulken heißt Ulk machen oder spaßen, und wer jemanden verulkt, verspottet oder veralbert ihn. Beide Verben sind seit dem 19. Jahrhundert belegt, das Adjektiv ulkig für spaßig, komisch, lustig oder seltsam seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts [1]. Dazu kommen Zusammensetzungen wie Ulknudel, Ulkname, Bierulk und Studentenulk [1].

Woher das Wort kommt

Nach dem Etymologischen Wörterbuch von Wolfgang Pfeifer ist Ulk seit dem 17. Jahrhundert bezeugt. Zu Hause war das Wort in niederdeutschen und mitteldeutschen Mundarten. In seiner heutigen Bedeutung bekannt wurde es im 19. Jahrhundert durch die Studentensprache [1].

Im Mittelniederdeutschen bedeutete ulk Lärm, Unruhe und Händel, also Streit. Daran erinnert der Zusatz "lärmend" in der Erklärung des DWDS. Pfeifer hält das Wort für lautnachahmend, also aus einem Geräusch gebildet. Vielleicht gehören auch das mundartliche norwegische alka, Händel anfangen, und das mundartliche schwedische ulka, girren und keifen, dazu [1].

Beispiel: Ulk zum 1. April

Ein Ulk am 1. April darf ruhig ein bisschen laut und bunt sein. Häng zum Frühstück Luftschlangen an die Küchenlampe und setz zwei Gummienten mit Partyhütchen aufs Fensterbrett, als hätte über Nacht eine Feier stattgefunden. Wer fragt, was los war, bekommt eine möglichst ernste Geschichte von der Entenparty zu hören, bis du mit "April, April!" auflöst. Mehr Ideen dieser Art findest du bei der Quietscheenten-Invasion und der Konfetti-Überraschung.

Zwei gelbe Gummienten mit kleinen Partyhütchen sitzen auf einem weißen Fensterbrett im Morgenlicht
Bild: KI-generiert

Verwandte Begriffe

Ein sehr ähnliches Wort ist Jux. Ein übermütiger, mutwilliger Streich heißt Schabernack. Wer andere verulkt, veräppelt sie auch. Das allgemeine Wort für die Tat ist Streich.

Auch genannt: ulkig, verulken, Ulknudel

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Heißt es der oder das Ulk?

Es heißt der Ulk. Die Mehrzahl Ulke ist selten, meist steht das Wort in der Einzahl.

Was ist der Unterschied zwischen Ulk und Jux?

Viel Unterschied gibt es nicht, beide meinen einen Spaß. Ulk hatte ursprünglich einen lärmenden Beiklang, im Mittelniederdeutschen bedeutete ulk Lärm und Unruhe.

Quellen

  1. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS): Ulk, dwds.de, abgerufen am 06.11.2026.