Zum Inhalt springen
Ausgabe vom Bis zum 1. April: Noch 145 Tage
april-scherz.comDie Streich-Werkstatt für den 1. April
Glossar

Was sind Scherzartikel?

Von Veröffentlicht

Scherzartikel sind meist billige Gegenstände, die durch Überraschung, eine absurde Form oder eine harmlose Täuschung andere amüsieren sollen, etwa Furzkissen, Wackelaugen oder Springschlangen in der Dose. Für Aprilscherze taugen nur Artikel, die nichts beschädigen und niemandem wehtun. Für Niespulver und Stinkbomben verbietet das Gesetz bestimmte Stoffe.

Wackelaugen, ein rosa Furzkissen und ein kleiner Plastikkäfer liegen auf einem Holztisch
Bild: KI-generiert

Scherzartikel sind Gegenstände, mit denen man andere überrascht oder harmlos täuscht. Das DWDS beschreibt sie als oft billige Ware, deren Überraschungseffekt, absurde Gestaltung oder harmlose Täuschung andere amüsieren soll [1]. Typisch sind Furzkissen, Wackelaugen, Plastikinsekten und die Springschlange, die aus einer Dose schnellt.

Was zu den Scherzartikeln zählt

Die Wikipedia sortiert Scherzartikel grob nach Art. Zu den peinlichen gehören Furzkissen und Lachsack, zu den Flüssigkeiten Zaubertinte und künstliches Blut. Dazu kommen präparierte Alltagsgegenstände wie bittere Bonbons oder ein Schaumstoffhammer und künstliche Körperteile wie lose Augen oder ein falscher Finger [2]. Selbst Gebäck kann zum Scherzartikel werden: Das DWDS zitiert eine Bäckerei, deren Krapfen mit Senf gelegentlich als Scherzartikel bestellt werden [1]. Gebraucht werden sie zu Karneval, zu Halloween und am 1. April, unter Schulkindern und Kollegen auch sonst im Jahr [2].

Regal in einem Partyladen mit bunten Kartons ohne Aufdruck, Gummienten und Partyhüten
Bild: KI-generiert

Das DWDS kennt noch eine seltene zweite Bedeutung: einen scherzhaft erfundenen Eintrag in einem Nachschlagewerk. Als bekanntestes deutsches Beispiel nennt es die Steinlaus im medizinischen Wörterbuch Pschyrembel [1].

Beispiel: Furzkissen und Springschlange

Für einen Aprilscherz eignet sich ein Scherzartikel, wenn er nichts beschädigt, keine Flecken macht und niemandem wehtut. Das Furzkissen unter dem Sofakissen erfüllt das. Ebenso gut sind eine Springschlange aus Stoff in einer Snackdose und Wackelaugen, die du ohne Rückstände wieder abziehst. Anleitungen findest du unter Furzkissen und Springschlange in der Dose.

Viele Scherzartikel kannst du auch selbst machen, oft für ein paar Cent: Wackelaugen aus Papier, eine Raupe aus Pfeifenputzern oder einen Fisch, den du jemandem heimlich auf den Rücken klebst. Einen Fisch zum Ausdrucken findest du unter Vorlage Aprilfisch.

Was nicht in die Streichkiste gehört

Lass alles weg, was juckt, brennt, stinkt, knallt oder einen Stromschlag gibt, also Juckpulver, Niespulver, Stinkbomben, Knallkörper und Kaugummis mit Stromschlag. Für Niespulver und Stinkbomben schreibt die Bedarfsgegenständeverordnung sogar vor, dass bestimmte Stoffe darin nicht verwendet werden dürfen, etwa Pulver aus der Wurzel von Nieswurz oder Ammoniumsulfid [3]. Bei Scherzartikeln zum Essen, etwa scharfen Kaugummis oder bitteren Bonbons, fragst du vorher nach Allergien und Unverträglichkeiten oder lässt sie ganz weg.

Künstliches Blut und falsche Körperteile passen schlecht zum 1. April, weil sie leicht nach Unfall aussehen. Ein Streich soll erheitern und keinen echten Schreck über eine Verletzung auslösen.

Verwandte Begriffe

Wer einen Scherzartikel einsetzt, spielt einen Streich. Im Englischen heißt ein solcher handfester Scherz Practical Joke. Wird er gefilmt und gezeigt, nennt man ihn heute meist Prank.

Auch genannt: Scherzartikeln, Scherzartikels

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Sind Scherzartikel für Kinder geeignet?

Viele schon, etwa Furzkissen, Wackelaugen oder Springschlangen aus Stoff. Achte auf das Alter auf der Verpackung und lass Kleinteile bei kleinen Kindern weg. Juckpulver, Niespulver und Stinkbomben gehören nicht in Kinderhände.

Wo bekommt man Scherzartikel?

In Spielwaren- und Partyläden und im Versandhandel. Viele Scherzartikel kannst du auch selbst basteln, zum Beispiel Wackelaugen aus Papier oder einen Fisch zum Ankleben.

Quellen

  1. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS): Scherzartikel, dwds.de, abgerufen am 06.11.2026.
  2. Wikipedia: Scherzartikel, de.wikipedia.org, abgerufen am 06.11.2026.
  3. Bundesministerium der Justiz: Bedarfsgegenständeverordnung, Anlage 1, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 06.11.2026.